Volleyball 28.10.2020

Volleyball wird nur noch in der NLA gespielt

Die 1.-Ligistinnen des TV Murten spielen vorerst nicht mehr.
Aldo Ellena/a
Der Meisterschaftsausschuss von Swiss Volley hat entschieden, die Volleyballmeisterschaften aller regionalen und nationalen Ligen bis zur Nationalliga B per sofort bis auf weiteres, mindestens jedoch bis 23. November 2020, zu unterbrechen.

Swiss Volley will einen Beitrag zur Eindämmung der Covid-Pandemie leisten. Deshalb hat der Meisterschaftsausschuss in einer Dringlichkeitskonsultation am Montag entschieden, die Volleyballsaison mit Ausnahme der Nationalliga A per sofort bis auf weiteres, mindestens jedoch bis 23. November, zu unterbrechen.

Betroffen von diesem Entscheid sind folgende Wettkämpfe:

  • die Meisterschaften in zwei der drei nationalen Ligen, namentlich der Nationalliga B und der 1. Liga;
  • die Meisterschaften in den 14 regionalen Ligen inklusive der Juniorenwettspiele;
  • der Schweizer Cup.

Neben den gesundheitlichen Aspekten ist auch die fehlende Chancengleichheit in den Meisterschaften ein Grund für den Unterbruch. Die Rahmenbedingungen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb sowie die Handhabung der Quarantäne-Einweisungen durch die jeweiligen Kantonsärzte sind in vielen Kantonen sehr unterschiedlich, was dazu führt, dass die Chancengleichheit nicht mehr gegeben ist.

Doch nicht nur der nationale, auch der regionale Spielbetrieb ist stark betroffen – einerseits aufgrund der Bedenken vieler Vereine, Spielerinnen und Spieler sowie Referees, andrerseits, weil die kantonal zuständigen Stellen mit dem Contact-Tracing und den daraus resultierenden Quarantäne-Bestimmungen zeitweise überfordert sind. Bevor der Meisterschaftsausschuss den Entscheid fällte, wurden sowohl die Regionalverbände als auch die NLA-Clubs konsultiert. Obwohl sich nicht alle Regionalverbände dafür ausgesprochen haben, stützen sie die Massnahme. Die NLA-Clubs haben sich an einer ausserordentlichen Sitzung mit grosser Mehrheit dafür ausgesprochen, die laufende Meisterschaft vorerst nicht zu unterbrechen – allerdings mit dem Vorbehalt, dass sie die Entscheide des Bundesrats vom Mittwoch abwarten wollen.

«Die gesundheitlichen Aspekte haben oberste Priorität. Und da auch die Chancengleichheit nicht mehr gewährleistet werden kann, haben wir uns schweren Herzens entschieden, die Meisterschaften zu unterbrechen», so Werner Augsburger, CEO von Swiss Volley. «Wir werden die Entwicklung aber aufmerksam verfolgen. Unser Ziel ist es – sobald es die Situation zulässt –, die Wiederaufnahme der Meisterschaften auf allen Niveaus ins Auge zu fassen.»

Swiss Volley empfiehlt den Vereinen, die Frage der Durchführung von Trainings anhand der kantonalen und kommunalen Weisungen abzuklären, solange der Bundesrat keine nationalen Einschränkungen in diesem Bereich gefällt habe.

Swiss Volley verfolgt die Informationen des Bundesrats – insbesondere die Entscheide des Bundesrats vom 28. Oktober 2020 – sowie diejenigen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der kantonalen Behörden weiterhin sehr aufmerksam und wird die notwendigen Entscheide fällen, gegebenenfalls eine erneute Anpassung der Schutzkonzepte veranlassen und dies entsprechend kommunizieren.

sda