volleyball 20.10.2020

Düdingen II schlägt im Derby Murten

Die Murtnerinnen Sofija Mihajlovic (l.) und Sandra Senn steigen zum Block hoch.
Das 1.-Liga-Derby zwischen dem TV Murten Volleyball und dem TS Volley Düdingen vom Samstagwar hart umkämpft. Letztlich konnten sich die Sensler Gäste im Tiebreak durchsetzen.

Das junge Düdinger Team startete viel besser in dieses 1.-Liga-Derby als der TV Murten Volleyball und dominierte zunächst dank seinen starken Aufschlägen. Dank einigen Serviceserien stand es deshalb schnell 14:8 für die Gäste. Die Seeländerinnen vermochten zunächst kaum zu reagieren. Mitte das Satzes fing sich das Heimteam schliesslich und konnte dank besseren Aufschlägen und gutem Zusammenspiel zurück ins Spiel finden (19:20). Dann jedoch schlichen sich wieder mehr Fehler bei Murten ein: Die Aufschläge landeten im Out, der Block kam zu spät, und die Verteidigung stand schlecht. Folgerichtig ging der erste Satz mit 25:23 an die Gäste, die die Nerven behielten.

Der zweite Satz begann dann ganz anders, als der Erste geendet hatte. Murten wollte unbedingt ausgleichen. Den Grundstein dazu legte Ronja Schwaller mit einer Serviceserie – und wenn die Annahme gut war, dann verwertete Murten den Ball am Netz. Erst beim Stand von 0:6 konnten die Düdingerinnen den ersten Service ausführen. Murten verteidigte stark und war beim Angriff aggressiv. Derweil verzeichnete der TS Volley Düdingen II viele Abnahme- und Servicefehler. Dank einer weiteren Serviceserie von Kathrin Helfer stand es 15:6. Nun konnten die Murtnerinnen befreit aufspielen und den Satz mit grossem Vorsprung (25:15) nach Hause bringen.

Selbstbewusste Senslerinnen

Nach der Pause wendete sich das Blatt erneut – wenn auch nur kurzfristig. Die Murtnerinnen liessen den Gast nicht davonziehen und holten immer wieder auf. Beim Stand von 11:11 packte das Heimteam seine Chance und zog davon. Mit zwei Serviceserien von Schwaller und Sandra Senn konnten die Murtnerinnen den Satz mit 25:13 gewinnen. Die Kommunikation beim Heimteam funktionierte, dadurch waren die Verteidigungen präziser und die Abstimmung zwischen Pass und Angriff besser. Dieser Trend setzte sich im vierten Satz fort. Murten konnte vorlegen. Dennoch gelang es Düdingen II, das mit einer neuen Passeuse spielte, zum 21:21 auszugleichen. Die Gäste griffen konsequent an und konnten sich mit dem 26:24-Satzgewinn ins Tiebreak retten. Damit hatten die Gäste ihr Ziel, in Murten Punkte zu holen, bereits erreicht.

Der Entscheidungssatz startete ausgeglichen. Dann aber kam bei Düdingen Anouk Kessler an den Service. Ein paar Eigenfehler verunsicherten die Murtnerinnen: Das Vertrauen ging verloren, und schon stand es 10:4 für Düdingen II. Dank diesem Vorsprung konnten die Senslerinnen selbstbewusst spielen, und so konnten sie letztlich den Sieg mit 15:12 nach Hause bringen.

Spiel verschoben

Die Heimpartie von Volley Sense vom Samstag gegen Rhone Volley musste aufgrund eines Corona-Falls verschoben werden.

sa

Telegramm

Murten - Düdingen II 2:3

(23:25; 25:15; 25:13; 24:26; 12:15)

TV Murten: Birchler, Gasser, Helfer, Mihajlovic, Meier, Jäggi, Spicher (Libera); Schwaller, Senn, Egger, Frey.

TS Volley Düdingen II: Jallard, Pfister, Sprumont, Tschiemer, Schouwey, Kressler, Lehmann (Libera); Sojcic, Müller, Vu.

Frauen. 1. Liga. Gr. A. Rangliste: 1. Epalinges 4/11. 2. Val-de-Ruz 4/10 3. Cheseaux II 4/10. 4. TS Volley Düdingen II 4/7. 5. TV Murten Volleyball 4/7. 6. Volley Sense 3/6. 7. Servette Star-Onex 3/6. 8. Gibloux 4/5. 9. La Suze 3/4. 10. Rhone Volley 3/0. 11. Genf II 4/0. 12. Meyrin 4/0.

Schweizer Cup

Murten scheidet in der 2. Runde aus

Am Sonntag standen die Murtnerinnen in der 2. Runde des Schweizer Cups im Einsatz. Zu Hause unterlagen sie im Duell zweier 1.-Ligisten Grenchen mit 1:3 (25:18; 23:25; 23:25; 13:25). Das Heimteam startete perfekt: Die Annahmen waren gut, die Passeuse konnte die Bälle gut verteilen. Die 1:0-Satzführung war die logische Folge. Auch im zweiten Satz konnten die Murtnerinnen auf 13:6 davonziehen. Danach fiel das Heimteam aber wieder in alte Muster zurück: Die Abstimmung ging verloren, die Aufschläge waren zu wenig aggressiv, es gab immer mehr unnötige Fehler, und das Vertrauen zueinander ging verloren. Diesen Einbruch der Murtnerinnen konnten die Gäste für sich nutzen und die Sätze zwei bis vier gewinnen.

sa