St. Silvester 29.06.2020

«Die Gemeinde steht finanziell auf sicheren Füssen»

Aldo Ellena/a
Die Gemeinde St. Silvester hat 2019 ein besseres Ergebnis erzielt als erwartet. Der Grund waren nicht getätigte Investitionen.

Der Gemeinderat konnte den 12 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern am Freitag ein positives Ergebnis für das Jahr 2019 präsentieren. Mit einem Aufwand von 3,54 Millionen Franken und einem Ertrag von 3,72 Millionen Franken schliesst die Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von knapp 180›000 Franken. Gründe dafür sind gemäss Ammann Alexander Kolly die Pensumsreduktion des Gemeindekassiers sowie geringere Kosten bei der Renovation des Kinderspielplatzes. Zudem sei die Anschaffung neuer Atemschutzgeräte auf das Jahr 2020 verschoben worden. Die Rechnung wurde einstimmig angenommen. Erfreulich sei auch die massive Reduktion der Bruttoverschuldung durch eine umsichtige Ausgabenpolitik. Die Nettoverschuldung pro Kopf liege bereits unter null. «Die Gemeinde steht finanziell auf sicheren Füssen», so Kolly. Das erlaube es der Gemeinde, in den nächsten Jahren Investitionen zu tätigen. 2019 konnten drei Projekte abgeschlossen werden: Renovationen am Primarschulhaus, die Installation einer Solaranlage auf dem Dach des Mehrzweckgebäudes und die Renovation der Fassade sowie die Verbauung beim Tschüprubach, dank der Überschwemmungen künftig verhindert werden sollen.

Reglementsanpassungen

Einstimmig angenommen haben die anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger neben der Investitionsrechnung auch eine Anpassung des Reglements zur Beteiligung der Gemeinde an den Kosten schulzahnärztlicher Kontrollen und Behandlungen sowie eine Anpassung des Reglements über die Verwaltungsgebühren und Ersatzabgaben im Raumplanungs- und Bauwesen. Ein Bürger beklagte sich vor der Abstimmung über die Online-Eingabe von Baugesuchen beim Kanton. Diese sei alles andere als einfach, und wenn dann von den Bürgern auch noch Geld für allfällige Hilfe verlangt werde, sei das seinem Empfinden nach nicht korrekt. Die Gemeindeschreiberin relativierte die Aussage dahingehend, dass Gebühren nur dann anfallen, wenn Hilfe beim vollständigen Ausfüllen des Gesuchs in Anspruch genommen werde, nicht aber bei kleinen Fragen.

Am Ende bedankte sich der Ammann bei allen, die während der Corona-Krise älteren Bürgerinnen und Bürgern geholfen hätten. Wichtig sei es nun, die Bestimmungen des BAG weiter einzuhalten, um den Ausbruch einer zweiten Welle zu verhindern.