Brünisried 29.06.2020

Brünisrieds Finanzlage verbessert sich

Aldo Ellena/a
Dank Mehreinnahmen bei den Steuern kann die Gemeinde Brünisried auf ein gutes Jahr 2019 zurückblicken. Sorgen bereitet der Bevölkerung die Verkehrssicherheit in den Quartieren.

14 Bürgerinnen und Bürger konnte Ammann Walter Marti am Freitagabend zur Gemeindeversammlung begrüssen, womit die wegen der Corona-Situation vorgeschriebenen Abstände in der Mehrzweckhalle problemlos eingehalten werden konnten. Und er gab Kenntnis von einer guten Jahresrechnung 2019, die bei Einnahmen und Ausgaben von gut 2,9 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 47 534 Franken schliesst. Vor allem dank Mehreinnahmen bei den Steuern von 265 000 Franken konnte die Gemeinde zudem freie Abschreibungen von 254 000 Franken vornehmen, wie Gemeindekassierin Silvia Good ausführte. Vizeammann Peter Rotzetter veranschaulichte die verbesserte Finanzlage auch anhand der Pro-Kopf-Verschuldung, die von 4764 Franken im Jahr 2015 auf 2473 Franken im Jahr 2019 zurückging. Allerdings werde sie wieder auf 4529 Franken ansteigen, wenn die bisherigen Eventualverpflichtungen bezüglich OS Sense und Pflegeheim Bachmatte neu als Schulden bilanziert werden müssen.

Investiert hat Brünisried 2019 insbesondere in die Photovoltaikanlage auf der Mehrzweckhalle, die bereits einen kleinen Gewinn abwirft, sowie in die Sammelleitung, zentrale Retention und Sanierung Obere Matte. Laut Peter Rotzetter hat ein Gewitter bereits gezeigt, wie nützlich das neue Retentionsbecken ist.

30er-Zonen bleiben Thema

Diskussionen lösten bei den Anwesenden die fehlenden Tempo-30-Zonen aus, da in den Quartieren oft zu schnell gefahren werde. Walter Marti sagt, er habe dieses Projekt angepackt, dann aber feststellen müssen, dass es nicht so schnell gehe und die Umsetzung nicht mehr in dieser Legislaturperiode erfolgen könne. Er will nun vorerst die Bevölkerung mit «Freiwillig 30»-Tafeln bitten, das Tempo zu reduzieren. Angeregt wurde auch, eine Tafel aufzustellen, die dem Lenker sein Tempo anzeigt und es mit einem Lächeln oder eben mit einer bösen Miene quittiert.

Weiterhin fünf Gemeinderäte

Alle Anträge des Gemeinderates wurden einstimmig genehmigt, so auch das neue Trinkwasser- und das Finanzreglement. Und auch in der neuen Legislaturperiode wird Brünisried von fünf Gemeinderäten «regiert». Walter Marti hoffte dabei, dass sich Kandidaten finden lassen, «damit es so weitergeht wie bisher». Er verriet, dass es Demissionen geben werde.

Der Ammann gab sich auch zuversichtlich, dass der Staatsrat die Ortsplanung im Herbst endgültig genehmigen werde, so wie es sich der Gemeinderat in etwa gewünscht habe.