Ried 29.10.2020

Planungskredit für Schutz vor Hochwasser bewilligt

Für den Hochwasserschutz an der Bibera sprachen die Delegierten einen Planungskredit von 1,6 Millionen Franken.

Das Hochwasserschutzprojekt und die Revitalisierung der Bibera im Grossen Moos haben vor kurzem in Ried eine weitere Hürde genommen: An der 45. Grossen Ausführungskommission des Wasserbauunternehmens Bibera (WBU) stimmten die Delegierten einem Planungskredit von gut 1,6 Millionen Franken zu. Damit sollen das Bauprojekt und ein Vorprojekt für eine Landumlegung ausgearbeitet werden.

Nach der Vorprüfung durch die kantonalen Fachstellen und das Bundesamt für Umwelt hofft das WBU, das Projekt Hochwasserschutz und Revitalisierung der Bibera fertig ausarbeiten und nächstes Jahr mit der Umsetzung beginnen zu können. Das gesamte Projekt wird schätzungsweise 53 Millionen Franken kosten.

Zwar stimmten die Delegierten mit sieben zu vier Stimmen für den Planungskredit, das Geschäft warf aber einige Fragen auf. Denn das WBU befindet sich organisatorisch im Umbruch: Es soll zu einem Gemeindeverband werden. Bislang wurden anfallende Kosten den Gemeinden und Privaten von Kanton und Bund direkt belastet. Neu wird der Gemeindeverband die nötigen Kredite aufnehmen.

Neuer Verband bis im Sommer

Kommissionspräsident Ueli Minder hofft, die Verbandsgründung bis nächsten Sommer abschliessen zu können. Die Gemeinden müssen noch den Kostenverteiler und die Statuten genehmigen.

Neu werden im Gemeindeverband Organisationen wie das Bundesamt für Strassen (Astra), die kantonale Strafanstalt Bellechasse, der Staatswald Galm und private Landeigentümer kein Stimmrecht mehr besitzen – so sieht es das Gesetz vor. Dennoch sollen sie sich an den Projektkosten beteiligen, eine Vereinbarung dieser Akteure mit dem neuen Gemeindeverband steht noch aus.

fko