Murten 26.06.2020

Feuerwehr Murten sucht Kommandanten

Claudio Mignot nimmt einen neuen Job in Winterthur an.
An der Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes Region Murten hat Verbandspräsidentin Käthi Thalmann-Bolz den Rücktritt von Kommandant Claudio Mignot angekündigt.

Der Präsidentin des Feuerwehrverbandes Region Murten, Katharina Thalmann, ist es an der Delegiertenversammlung am Mittwoch sichtlich schwergefallen, den Rücktritt des Kommandanten Claudio Mignot mitzuteilen. «Seitdem wir es wissen, haben wir sofort entsprechende Massnahmen getroffen und ein Verfahren mit einem Anforderungsprofil aufgegleist», erklärte Thalmann. «Wir hoffen, dass wir im August die ersten Bewerbungsgespräche führen können.»

Claudio Mignot ist seit zehn Jahren Kommandant des Feuerwehrverbandes Region Murten. Er führe diesen seit Beginn kompetent und zukunftsgerichtet und habe sich insbesondere für die Planung und Realisierung des neuen Gebäudes des Feuerwehrverbandes Region Murten erfolgreich eingesetzt, betonte Thalmann. Wie Claudio Mignot gegenüber den FN auf Anfrage sagte, gibt er den Job wegen einer neuen beruflichen He­rausforderung auf: «Ich werde die Leitung des Bereichs Berufs- und Milizfeuerwehr der Stadt Winterthur übernehmen und nach Winterthur umziehen.» Die Feuerwehr sei Teil der Organisation Schutz und Intervention Winterthur, welche Feuerwehr und Zivilschutz unter einem Dach vereine und Leistungen in den Sparten Führung, Schutz, Rettung, Betreuung und Schadensbekämpfung zusammenfasse. Er freue sich auf die neue Herausforderung, sagte Mignot.

Übungen in Gruppen

An der Versammlung betonte Mignot, dass die volle Einsatzfähigkeit der Feuerwehren des Verbandes zu jeder Zeit gewährleistet war und auch heute ist. Ab dem 8. Juni hätten Übungen in Gruppen zu zehn Personen wieder aufgenommen werden können. «Mit dem neuen Feuerwehrgebäude war es uns möglich, sämtliche Anforderungen während Covid-19 zu erfüllen», erklärte Mignot. Aus der Versammlung wurde nach der Jugendfeuerwehr gefragt. Mignot sagte, dass diese Ende letzten Jahres aus sieben Personen bestanden habe. Drei davon seien in das Feuerwehrkorps eingetreten. «Wir wünschten uns, dass es mehr wären», so Mignot.

emu/tb