Cordast 22.05.2020

Brülhart AG setzt auf Konstanz

Eine der Herausforderungen für Olivier Brülhart ist, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden.
Seit 50 Jahren gibt es das Familienunternehmen Brülhart Heizungen und Sanitär AG. Ihren Anfang machte die Firma in Guschelmuth, heute ist der Firmensitz in Cordast angesiedelt. Weiter zu wachsen, ist nicht das Ziel der Brülhart AG.

Es waren zwei Brüder, welche die Firma Brülhart Heizung und Sanitär vor 50 Jahren gründeten: Arthur und Josef Brülhart machten sich 1970 selbständig und bauten die Gebrüder Brülhart AG auf. Der Sitz der Firma befand sich zu Beginn in der ehemaligen Käserei von Guschelmuth, seit 1984 ist das auf Heizungen und Sanitäranlagen spezialisierte Unternehmen in Cordast beheimatet. Olivier Brülhart übernahm das Geschäft vor elf Jahren von seinem Vater Arthur Brülhart. «Mein Onkel und mein Vater haben die Firma sukzessive aufgebaut», erzählt der heutige Inhaber. Als Erfolgsrezept für 50 Jahre erfolgreiche Geschäftstätigkeit sieht Olivier Brülhart die Kon­stanz, stetig auf Qualität zu setzen. «Wir sind nicht schnelllebig», sagt Brülhart. Auch sei der Erfolg den kompetenten und langjährigen Mitarbeitern zu verdanken.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für den Firmenleiter, «dass wir kleine und grosse Aufträge übernehmen». Rund 60 Prozent machen laut Brülhart die Arbeiten in Neubauten aus, 30 Prozent seien Sanierungen von Heizungen und Sanitäranlagen, bei den restlichen 10 Prozent handle es sich um Service und Unterhalt.

Dass er das Familienunternehmen übernehmen wird, war nicht von Beginn an klar, erzählt der 47-jährige Olivier Brülhart. «Beim Berufswahlprozess wusste ich erst nicht genau, was ich werden will.» Aber dann habe er seinen Interessen entsprechend Ausbildungen im Sanitär- und Heizungsbereich bis zum Meistertitel absolviert. Immer in dem Familienbetrieb gearbeitet habe er aber nicht: «Ich war in anderen Firmen tätig und kam 2003 zurück.»

Das Unternehmen ist in all den Jahren stetig gewachsen. Elf Mitarbeitende zählt die AG heute, die aktuelle Firmengrösse sei ideal: «Ich will die Qualität aufrechterhalten, mit dieser Grösse der Firma ist dies für mich gut umsetzbar.» Würde die Firma weiter wachsen, «müssten wir die Strukturen ändern». Der Umsatz der Firma betrage 2,5 bis 3 Millionen Franken. Sie seien hauptsächlich im Seebezirk tätig, «das ist unser Haupteinzugsgebiet».

In den letzten Jahren habe sich im Sanitärbereich die Vielfalt der Designs stark weiterentwickelt. Bei den Heizungsanlagen seien es die Technik zur Steigerung der Energieeffizienz sowie das Einsetzen von erneuerbaren Energien bis hin zum Nullenergiehaus. «Es ist uns ein grosses Anliegen, dass wir unsere Ressourcen mit Bedacht einsetzen.»

Eine Herausforderung sei, Lernende und qualifizierte Angestellte zu finden. Damit geht es ihm so wie den meisten Firmen dieser Branche. Für diesen Herbst sei noch eine Lehrstelle zu vergeben, Schnuppern sei jederzeit möglich. Über 20 junge Männer gingen in dem Betrieb in die Lehre. «Ausser unseren Mitarbeiterinnen im Büro sind bei uns ausschliesslich Männer angestellt.» Frauen, gerade auch als Lernende, seien jedoch sehr willkommen, betont der Chef. «Sie wäre vielleicht sogar die erste Frau im Kanton, welche die Berufslehre als Sanitärinstallateurin oder Heizungsmonteurin macht, ganz sicher bin ich aber nicht», sagt Brülhart. In anderen Berufen der Baubranche seien Frauen nicht mehr nur die grosse Ausnahme, im Sanitär- und Heizungsbereich sei dies leider noch immer der Fall.

Chronologie

Jubiläumsfest auf Mai 2021 verschoben

1970 Entschieden sich die Gebrüder Arthur und Josef Brülhart zur Selbstständigkeit und gründeten die Gebrüder Brülhart AG.

1972 Bezug Lager und Werkstatt der ehemaligen Käserei von Guschelmuth.

1984 Bezug des neuen Betriebsgebäudes in Cordast.

2002 Josef Brülhart geht in den Ruhestand, Arthur Brülhart wird Alleininhaber.

2003 Rückkehr von Olivier Brülhart, Sohn von Arthur Brülhart, in die Firma.

2009 Übergabe der Gebr. Brülhart AG von Arthur zu Olivier Brülhart.

2009 Firmenname ändert von Gebr. Brülhart AG zu Brülhart AG.

2013 Anbau Bürogebäude und Erweiterung Gelände.

2020 Jubiläumsfest muss wegen Corona auf Mai 2021 verschoben werden.