leichtathletik 17.03.2020

Dann eben #Kerzerslauf@home

Wer will, kann am Samstag mit seiner persönlichen Startnummer den ganz eigenen Kerzerslauf machen.
Der 42. Kerzerslauf fiel dem Coronavirus zum Opfer. Das OK ruft nun die Teilnehmer dazu auf, am Samstag allein statt im Pulk zu laufen und ihr ganz persönliches Rennen unter #Kerzerslauf@home zu teilen.

Am vergangenen Freitag war klar, was sich seit Tagen abgezeichnet hatte: Die 42. Austragung des Kerzerslaufs, der am nächsten Samstag hätte stattfinden sollen, wurde abgesagt. Doch selbst wenn der Lauf hätte durchgeführt werden können, wäre die Teilnehmerzahl eingebrochen, glaubt OK-Präsident Markus Ith. Ganz abgesehen davon wäre das OK stark gefordert gewesen, den Event doch noch reibungslos über die Bühne zu bringen. «Es wäre möglicherweise umsetzbar gewesen, aber es wäre eine Herkulesaufgabe geworden.» Ein Rennen in einem normalen Rahmen sei jedoch nicht mehr möglich gewesen.

Finishergeschenke per Post

Was die finanziellen Auswirkungen der Absage für den Kerzerslauf – der mit einem Budget von rund einer Million Franken operiert – sind, kann Ith noch nicht beziffern. «Das tun wir bewusst nicht. Zunächst braucht es dafür die Gespräche mit unseren Partnern. Die müssen ebenfalls zuerst Abklärungen treffen. Wir wollen nicht auf Panik machen, aber auch keine Versprechen machen, die wir nicht halten können.» Die Organisatoren seien daran, mit den Sponsoren Deals auszuarbeiten. «Sicher ist, dass die Absage des Laufs nicht spurlos an uns vorbeigehen wird. Wir sind als Verein organisiert und deshalb nicht auf Rosen gebettet. Die Absage wird uns aber wohl nicht das Genick brechen.»

Am Samstag setzten sich die Organisatoren zum ­x-ten Mal zusammen, um das weitere Vorgehen zu diskutieren. Dabei ging es etwa darum, was mit den Finishergeschenken, die längst produziert wurden, passieren soll. «Am Dienstag werden die Teilnehmer per Mail oder etwas später per Brief diesbezüglich informiert. Sie haben diese Geschenke zugute und bekommen sie auch. Das gilt auch für die Medaillen, falls es erwünscht ist.» Viele Mehrkosten würden dadurch nicht anfallen, erklärt Ith. «Die Post wird zwar dadurch ein bisschen dicker sein und das Porto ein wenig höher, aber dafür mussten wir ja die Startnummern nicht versenden.»

Startnummern ausdrucken

Vergebens sind die Startnummern indes nicht. Mit einem zugesendeten Link können die Teilnehmer ihre Startnummer nun zu Hause ausdrucken, um sie noch verwenden zu können. «Wir haben versucht, etwas auf die Beine zu stellen. Wir ermutigen alle, den Lauf am Samstag individuell statt zusammen zu absolvieren, bei sich zu Hause eine Strecke von 5, 10 oder 15 Kilometern zu laufen und uns unter #Kerzerslauf@home Fotos für unsere Facebook-Seite oder den Instagram-Account zu senden. Wir erhoffen uns eine Solidaritätsaktion, wie es in diesen Tagen ja viele gibt», erläutert Ith. Als Nebeneffekt werde dadurch den Partnern und Sponsoren, die auf den Startnummern platziert sind, doch noch eine Plattform geboten.

Noch nicht abschliessend geklärt sei, wie der Kerzerslauf mit den einbezahlten Startgeldern verfahren werde, erklärt Markus Ith. «Wir werden das noch diese Woche besprechen und danach rasch informieren. Mit dem T-Shirt und der Medaille wird ein Teil des Geldes bereits zurückbezahlt. Wir arbeiten intensiv daran.»

Absagen

Auch diese Läufe trifft das Virus

Nicht nur der 42. Kerzerslauf mit seinen über 8000 Teilnehmern musste abgesagt werden, auch andere, kleinere Deutschfreiburger Läufe sowie Leichtathletik-Wettkämpfe fallen bis vorerst Ende April dem Coronavirus zum Opfer. Der für letzten Sonntag terminierte Bösingerlauf musste genauso gestrichen werden wie der 40.  Heitenriederlauf vom 4.  April (die einbezahlten Startgelder werden zurückbezahlt). Nicht stattfinden wird am 26. April auch der 7. Sensler Frühlingslauf in Tafers. Das Gleiche gilt für den Bahnvolkslauf des AC Murten, der für den 24. April geplant war.

fs