Freiburg 27.06.2020

Mehr Fragen zur Wildhüterin

«Wann gibt es im Kanton Freiburg die erste Wildhüterin?» Das fragen die Grossratsmitglieder Muriel Besson Gumy (SP, Belfaux) und Bernard Bapst (SVP, Hauteville) den Staatsrat. Die beiden hatten bereits im März gefragt, weshalb es in Freiburg noch nie eine Frau zur Wildhüterin gebracht hat. Sie waren mit der Antwort dermassen unzufrieden, dass sie gestern eine neue Anfrage nachreichten.

Die beiden Grossratsmitglieder bezogen sich bereits in der ersten Frage auf die Freiburgerin Yolande Brünisholz, die sich bereits mehrmals auf eine Stelle als Wildhüterin beworben hat. Der Freiburger Staatsrat ging Anfang Monat in seiner Antwort nicht auf den konkreten Fall ein; er schrieb aber, die Bereitschaft bestehe, eine Frau in den Kreis der Wildhüter und Fischereiaufseher aufzunehmen.

Wer ist der Neue?

Nun wollen Muriel Besson Gumy und Bernard Bapst wissen, warum der Staatsrat in seiner Antwort den neuen Stelleninhaber – einen Mann aus dem Kanton Bern – nicht beim Namen nenne. Und warum auch beim Amt für Wald und Natur niemanden den Namen des neuen Wildhüters preisgeben wolle. «Warum dieser Mangel an Transparenz? Was soll versteckt werden?»

Die beiden wollen auch wissen, ob keine gleichwertige Kandidatur einer Frau vorgelegen habe; und wie oft Frauen sich bisher für das Amt der Wildhüterin beworben hätten. Ihnen ist zudem aufgefallen, dass viele Wildhüter nicht im Kanton Freiburg wohnen: Wie sei das mit dem Anspruch vereinbar, dass sie Pikettdienst leisten und auch nachts und an Wochenenden im Einsatz stünden? Die Antwort des Staatsrats steht noch aus.

njb