Givisiez 24.11.2020

Trotz Corona: TPF bauen Netz weiter aus

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF rechnen für das nächste Jahr mit einem Verlust. Grund dafür ist die Corona-Krise: Der ÖV wird deswegen weniger genutzt. Nichtsdestotrotz weiten die TPF ihr Angebot ab dem Fahrplanwechsel im Dezember aus.

Serge Collaud, der Generaldirektor der Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF, ist gestern mit einer guten und einer schlechten Nachricht vor die Medien getreten. Die schlechte: Die TPF rechnen dieses Jahr mit einem Verlust von 10 bis 15 Millionen Franken. Und auch 2021 dürfte es rote Zahlen geben. Grund dafür ist die Corona-Krise, die die Leute von Bussen und Zügen fernhält. 2019 reisten 34 Millionen Personen mit den TPF, 2020 dürften es noch rund 26 Millionen sein, wie Collaud ausführte. Immerhin: Im Herbst seien etwa gleich viele Abonnemente verkauft worden wie im Jahr zuvor. «Das ist ermutigend», so Collaud. Allerdings gebe es einen Rückgang beim Verkauf der Einzelbillette.

Diese düsteren Zahlen haben aber keinen Einfluss auf das Angebot. Und hier kommt die gute Nachricht von Serge Collaud: Die TPF bauen ihr Netz mit dem Fahrplanwechsel am 13.  Dezember 2020 aus. «Es ist keine grosse Revolution», sagte Marino Grisanti, Abteilungsleiter Planung bei den TPF. Diese komme, wenn im Dezember 2022 der umgebaute Bahnhof Bulle eröffnet werde.

Dennoch gibt es ab Dezember einige Verbesserungen, gerade was den Takt und die Anschlüsse angeht (siehe Kasten). So wird etwa ein Loch im Kurs der S21, die von Freiburg nach Ins fährt, gestopft. Neu gibt es einen Kurs um 9.02 Uhr ab Freiburg und um 10.12 Uhr ab Ins. «Dies war bisher nicht möglich, weil ein Güterzug um diese Zeit das Gleis in Givisiez blockierte. Wir haben nun mit einem neuen Gleis eine Lösung gefunden», erklärte Grisanti.

In der Stadt Freiburg kursieren neu mehr Busse am frühen Morgen und am späten Abend. Der Takt der meistfrequentierten Buslinie 1 wird erhöht.
Die Sensler müssen sich für einen weiteren Ausbau bis Dezember 2021 gedulden. Dann wird der Regionalexpress von Bulle zweimal pro Stunde in Düdingen halten. Eventuell werde er sogar bis Schmitten erweitert, so Grisanti. Ein Halt in Flamatt ist für den Regionalexpress von Bulle nach Bern vorerst nicht vorgesehen. «Dafür ist der Fahrplan derzeit zu knapp bemessen.»

Die Änderungen des Fahrplans auf einen Blick

Regionalzüge:
S21, Freiburg–Ins: Neu verkehrt ein Kurs um 9.02 Uhr ab Freiburg und um 10.12 Uhr ab Ins.
RE Bulle–Freiburg–Bern: Die Fahrplanzeiten werden wegen der Baustelle am Bahnhof Bulle angepasst, um Verspätungen zu vermeiden.

S51 Bulle–Montbovon: Der Fahrplan wird angepasst, um die Anschlüsse an die Linie Montreux–Zweisimmen zu gewährleisten.

S30 Freiburg–Yverdon-les-Bains: Neu gilt der Halbstundentakt auch abends und an den Wochenenden.
Busse Agglo Freiburg: Auf der Linie 1 werden schrittweise die neuen batteriebetriebenen Trolleybusse eingeführt (die FN berichteten). Testweise werden diese auch auf den Linien 2, 3 und 6 fahren. Linien 1, 2, 4, 5, 6, 8, 9, 11: Der erste Anschluss nach Lausanne um 5.26 Uhr und nach Bern um 5.34 Uhr wird gewährleistet, ebenso der letzte Anschluss an die S1, die um 23.48 Uhr in Freiburg ankommt. Linie 1: Neu gilt der 7,5-Minuten-Takt während der Schulzeit von Montag bis Freitag. Linien 1, 2, 5: Der erhöhte Takt gilt an Samstagen neu bis um 19 Uhr.

Regionalbusse:
Kerzers–Lugnorre, Murten–Courtepin und Courtepin–Gurmels: Die Fahrzeiten werden angepasst, um neue Anschlüsse zu ermöglichen.

Freiburg–Courtepin: Neu fahren fünf Kurspaare am Wochenende.

Bulle–Jaun–Boltigen und Bulle–Grandvillard: Die Fahrten um 16 Uhr ab Bulle werden an den Stundenplan der OS La Tour-de-Trême angepasst. Bulle–Broc- Fabrique: Der Bahnverkehr ist ab April 2021 wegen Bauarbeiten unterbrochen. Bis 2022 verkehren Ersatzbusse.

Avry–Rosé–Chénens: Der Fahrplan wird angepasst, um die Anschlüsse zu verbessern.
Mobul-Busse in Bulle: Linien 201 und 202: Betriebsschluss ist neu um 23.30 Uhr. Linie 202: Die Linie wird bis Vuadens, Le Maupas
verlängert. Linie 203: neue Streckenführung von Bulle, Industrie, bis Bulle, Bouleyres.

nas

Weitere Informationen: www.tpf.ch