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Die ZiG-Blog-Parade geht zu Ende

Während eines ganzen Schuljahres standen sie auf der FN-Webseite jeweils am Montagmorgen an der Tagesordnung: Die ZiG-Blogs eines zehnköpfigen Schülerkollektivs aus dem Kollegium St. Michael. Matthias Schafer, Projektredaktor von «Zeitung im Gymnasium», lässt das Blogger-Schuljahr 2019/2020 Revue passieren.

«Übers Bloggen sinnierende Blogger». So lautete der Titel des ersten Blogs zu Beginn der dritten Ausgabe von «Zeitung im Gymnasium». Darin erklärten zwei Gymnasiastinnen des «Blogger-Kollektivs 2019/2020», was die FN-Leserschaft nun thematisch in diesen kurzen Web-Beiträgen jeden Montagmorgen alles erwarten würde. Und alle Achtung! Der breiten Themenpalette, welche diese digitalen «Tagebucheinträge» schon von Natur aus zulassen, wurden die zehn Bloggerinnen und Blogger aus dem Kollegium St. Michael rückblickend denn auch mehr als gerecht: In ihren dreissig Beiträgen brachten die Maturanden Themen zur Sprache, die sonst nicht einfach so in der Zeitung auftauchen; Themen, die aufzeigten, was die Schülerinnen und Schüler in ihrem Alltag besonders beschäftigt; Themen, zu denen die jungen Schreiberlinge uns Zeitungsleserinnen und -lesern einen neuen Zugang, eine neue Perspektive boten und dabei meist auch gleich eigene Ansätze und Lösungsvorschläge einbrachten.

Da kommt mir etwa der Blog in den Sinn, der im Vorfeld der nationalen Wahlen zu einer politisch motivierten Jugend aufruft, der die Wichtigkeit der Teilnahme der Jugendlichen am politischen Leben für eine lebendige Demokratie unterstreicht. Wäre es nicht an der Zeit, wie die Autorin darin betont, der politischen Bildung in den Schulen mehr Platz zu geben als heute?

Ich denke weiter an ein kritisches Essay über unser Konsumverhalten in Zeiten des Klimawandels, erschienen in der Vorweihnachtszeit. Die ZiG-Bloggerin legte dar, wie wir uns in der Gesellschaft je länger je mehr auf unsere materiellen Bedürfnisse reduzieren: «Ich kaufe, also bin ich!», lautete die Kritik der Autorin. Brauchen wir wirklich alles, was wir online bestellen – oder ginge es nicht auch mit einem etwas bewussteren Konsumverhalten?

Und dann kommt mir auch die Gymnasiastin in den Sinn, die über einen Wald in ihrer Nachbarschaft berichtet hat, der durch Forst- und Rodungsmethoden unserer Zeit in Mitleidenschaft gezogen werde. Sie plädiert darin für neue Wege in der Waldbewirtschaftung.

Wie habe ich mich doch bei etlichen weiteren Beiträgen selbst auch dabei erwischt, durch Anregungen der Blogger meinen eigenen Lebensstil, ja gar mein ganzes Tun und Handeln zu hinterfragen. All diese Blogs zeigen die Kreativität unserer Jugend auf – eine Kreativität, welche die Web-Ausgabe der «Freiburger Nachrichten» definitiv bunter gemacht hat. Die ZiG-Blogs, soviel steht gegen Ende der dritten ZiG-Ausgabe fest, stellen eine Bereicherung dar, die auch bei ZiG 4.0 unbedingt beibehalten werden müssen.

Habe ich Ihr Interesse an den ZiG-Blogs geweckt? Dann wünsche ich Ihnen viel Spass beim Nachlesen! Alle erschienenen Blogs der ZiG-Ausgabe 2019/2020 finden Sie unter folgendem Link: https://www.freiburger-nachrichten.ch/zig-blog

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