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Das kleine Glück

Wir erleben unbestreitbar sehr aussergewöhnliche Zeiten

Egal, zu welcher Tages- oder Nachtzeit man Radio, Fernseher oder Online-Nachrichten einschaltet, man hört und liest nichts anderes als: Coronavirus.
Es ist eine ernste Situation, zweifelsohne. Aber es wird auch eine Angst geschürt und schliesslich gibt es nebst dem Virus noch viel anderes auf der Welt (Schrecklicheres und Schöneres) und irgendeinmal verursacht bereits das Wort 'Coronavirus' Atemnot.

Ich verschrieb mir als Therapie ein medienfreies Wochenende. Seelennahrung sozusagen, denn die braucht es ebenso wie Vitamine, Händedesinfektion und 'social distancing'.

Zwei Tage ohne Hektik und ohne News. Fernab von Viren und anderen Katastrophen.

Und so erfreute ich mich beim Spaziergang zur Bäckerei an den Frühlingsblumen in den Gärten, den Bäumen, die erstes Grün ziert und den Magnolien, die ihre Blüten öffnen.
Auf Hamstereinkäufe verzichtete ich, aber ich füllte meinen Korb mit Früchten, frischem Gemüse, wertvollen Kohlehydraten und obendrein gab es einen Strauss Tulpen – das Grau des Winters weicht der Farbenpracht des Frühlings!

Am Sonntag wanderten wir zu 'unserem' Bärlauchplätzchen, ernteten einen Bund der duftenden Blätter und brätelten am Fuss des Mont Vully einen Cervelat. Auf dem Murtensee tummelten sich bereits ein paar Schiffe, auf dem Heimweg machten wir bei der Gelateria Emilia halt, denn nichts schmeckt köstlicher, als das erste Eis des Jahres.
Zum Abschluss des medienfreien Wochenendes brachte mein Liebster die Fahrräder auf Vordermann und ich kochte einen Topf Bärlauchpesto.

Mein Fazit dieser 'Auszeit'? Am Montag ist die Welt weder anders, besser noch neu, aber das kleine (oder auch das grosse) Glück darf selbst in einer belasteten Zeit seinen Platz haben.

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