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Alles hat ein Anfang und ein Ende

Peu à peu neigt sich das Jahr 2020 seinem Ende entgegen und gar einer ist wohl versucht zu sagen: 'Gott sei Dank'

Es war ein bewegtes Jahr, eines, wie wir es noch nie erlebt haben und es wird uns, die wir es erlebten und lebten, nachhaltig in Erinnerung bleiben und dereinst auch einige Seiten zukünftiger Geschichtsbücher füllen.

Es hat unschuldig angefangen und als ich versuchte, in Gedanken zu den ersten Jahrestagen 2020 zurückzuwandern, kamen mir Hesses Zeilen aus seinem Gedicht 'Stufen' in den Sinn:...

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Ein grossartiger Dichter, dessen Werke fast sechzig Jahre nach seinem Tod nichts an Aktualität (und Poesie) eingebüsst haben.
Der besagte Zauber hatte 2020 jedoch bald ein Ende und nun ist der Rest des Jahres schon bald Geschichte.

Wir wissen alle, welche Schlagzeilen das Jahr 2020 beherrschten und wir kennen die Schlagworte.

Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Schlagworte auch 'das Wort des Jahres' beeinflussen, welches traditionsgemäss anfangs Dezember gekürt wird. Mitmachen, das heisst, Vorschläge einreichen, kann übrigens jeder, der dazu Lust hat https://www.zhaw.ch/de/linguistik/wort-des-jahres-schweiz/). Die ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften), die federführend ist, führt aus: 'Das Wort des Jahres steht für wesentliche gesellschaftliche Entwicklungen, die sich in den Diskursen der Schweiz spiegeln. Ein Forschungsteam am Departement für Angewandte Linguistik ermittelt das Wort des Jahres Schweiz, um herauszufinden, wie die Schweiz tickt – in allen vier Landessprachen.'

Erst seit 2003 ernennt die Schweiz ihr eigenes, dem Schweizer Sprachgebrauch entsprechendes, Wort des Jahres. Als demokratisches und vor allem mehrsprachiges Land, wird (erstmals 2019 auch rätoromanisch) ein Wort in jeder der vier Landessprachen gekürt.
Anbei die Rangliste der  deutschen Worte der letzten drei Jahre:

2019 - Klimajugend
2018 – Doppeladler
2017 - #metoo

Welches Wort wird das Rennen dieses Jahr machen? Haben Sie eine Vermutung, in welche Richtung es gehen könnte? Gut möglich, dass viele unter uns ähnliche Möglichkeiten in Betracht ziehen; und schön wäre, daraus schlussfolgern zu können, dass wir 'ein einig Volk von Brüdern' sind, wie wir es dereinst anlässlich des Rütlischwurs versprachen. Dieses Fazit wäre sicher falsch - aber in diesem Zusammenhang nicht weiter von Bedeutung.

Vielleicht haben Sie gelegentlich ein paar Musseminuten und Lust, Ihr persönliches 'Wort des Jahres' zu wählen. Ein positives, starkes Wort, ein Wort, das Sie mit Freude, Glück, Hoffnung, Kraft und Dankbarkeit assoziieren.

Mein Wort habe ich gefunden und ich bin mir sicher, dass es nicht mit dem offiziellen 'Wort des Jahres' identisch ist und ich wage bereits jetzt zu sagen: zum Glück!
Freuen Sie sich an 'Ihrem' Wort, das widerspiegelt, was Ihnen wert und teuer ist und lassen wir das Offizielle Einzug halten in Statistiken - und vielleicht gar in die Geschichtsbücher.

www.ich-schreibe-fuer-dich.com

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