Basketball 04.01.2021

Olympic gewinnt mit 64 Punkten Vorsprung

Arnaud Cotture und Co. hatten leichtes Spiel.
Das in dieser Saison noch sieglose Nyon war am Samstag für Olympic nicht mehr als ein Sparringspartner. Die Freiburger Basketballer gewannen ihr erstes Spiel das Jahres mit dem fast schon unglaublichen Resultat von 118:54.

Die Unausgeglichenheit ist in der höchsten Schweizer Basketball-Liga seit Jahren ein Problem. Durch die Corona-Pandemie und den damit einhergehenden finanziellen Problemen hat sich die Problematik in dieser Saison weiter akzentuiert. Der BBC Nyon etwa, ohnehin einer der finanzschwachen Clubs der Liga, musste bei seinem Team auf diese Saison hin 100 000 Franken einsparen. Bis jetzt war der Senegalese Maleye N’Doye deshalb die einzige ausländische Verstärkung des Clubs. Zwar hat Nyon in der Person von Amir Williams letzte Woche einen zweiten Ausländer verpflichtet, am Samstag in Freiburg kam der US-Amerikaner jedoch noch nicht zum Einsatz.

18:2 nach sechseinhalb Minuten

Am Spielgeschehen hätte Williams wohl ohnehin nicht viel ändern können, zu krass ist der Qualitätsunterschied zwischen Olympic und Nyon derzeit. Nur gerade sechseinhalb Minuten waren gespielt, da führten die Freiburger bereits 18:2. Im selben Stil ging es weiter. Zwar nahm Olympic zwischendurch ein wenig den Fuss vom Gas, dominierte aber über die gesamten 40 Minuten hinweg deutlich. Zur Pause stand es 56:30, am Ende 118:54. Wie überfordert die Gäste aus Nyon waren, beweisen unter anderem die 29 Turnovers, die sich die Mannschaft leistete. Für die Waadtländer war es die zehnte Niederlage im zehnten Saisonspiel.

Armstead mit gutem Debüt

Auf Freiburger Seite zeigte Malcolm Ray Armstead ein vielversprechendes Debüt. Auch wenn beim kosovarisch-amerikanischen Doppelbürger in gewissen Situationen nicht zu übersehen war, dass noch gewisse Automatismen fehlen, stellte der Spielmacher seine Kreativität immer wieder einmal unter Beweis. In seinen knapp 22 Minuten Spielzeit kam Armstead auf 5 Punkte, 7 Assists und 6 Steals.

Armstead war beim Heimteam auf Anhieb der Spieler mit der meisten Einsatzzeit. Durch die klare Überlegenheit konnten die Freiburger auch der zweiten Garde grosszügig Spielminuten geben. So kam etwa Robin Leyrolles, Sohn des ehemaligen Olympic-Trainers Damien Leyrolles, zu seinem Debüt in der obersten Spielklasse. Der 19-Jährige stand knapp sechs Minuten auf dem Feld und versenkte einen seiner zwei Dreipunkte-Würfe.

Weiter geht es für Olympic am Samstag gegen Lugano mit einem weiteren Heimspiel. Zwar steigen die Freiburger auch in diese Partie als klarer Favorit, so einfach wie gegen den BBC Nyon dürfte es für das Team von Trainer Petar Aleksic allerdings kaum werden.

Telegramm

St. Leonhard – SR: Pillet/ Jeanmonod/Oberson.

Freiburg Olympic: Cotture (11), Armstead (5), Barnette (20), Gravet (14), Morris (7); Mbala (11), Garrett (10), Hart (7), Zinn (17), Schommer (2), Leyrolles (3), Martina (11).

BBC Nyon: N’Doye (19), Dufour (0), Hayman (5), Van Rooij (2), Zoccoletti (2); Nwokeabia (5), Erard (0), Warden (16), Vannay (5).