Basketball 14.03.2020

Grosses Loch in Olympics Kasse

Olympic droht finanziell weniger hohe Sprünge zu machen.
Der Saisonabbruch im Schweizer Basketball hat für Freiburg Olympic finanziell signifikante Konsequenzen.

Nicht nur das abrupte Saisonende von Gottéron wurde am Mittwoch besiegelt, auch die zwei NLA-Teams von Olympic und Elfic erfuhren am späten Abend vom Abbruch der Meisterschaft (siehe FN vom 13. März). Selbstredend finden die für den 18. April in Freiburg angesetzten Cupfinals ebenfalls nicht statt. Die Klub-Verantwortlichen seien sich während der Telefonkonferenz schnell einig gewesen, sagt Elfic-Präsidentin Karine Allemann. «Momentan können wir nicht spielen. Und es im Juni nachzuholen, wäre wegen der Verträge und der Verfügbarkeit der Leute schwierig gewesen.» Und obwohl der Spielbetrieb der Juniorenmeisterschaften im Gegensatz zu den höchsten Spielklassen des Verbands vorerst bis Mitte April nur eingestellt ist, wurde das Training bis auf weiteres ausgesetzt, erklärt Allemann.

Hälfte der Einnahmen fehlt

Elfic hat die Meisterschaft genauso auf dem ersten Platz beendet wie Olympic in der NLA der Männer. Einen Titel werden sie dafür aber kaum erhalten, auch wenn der Entscheid von Swiss Basketball noch offen ist. Somit wird es für Olympic in dieser Saison bei einem Titel bleiben, dem Pokal im Liga-Cup. «Das Coronavirus betrifft nicht nur Einzelne, es besteht die Gefahr, dass das Gesundheitssystem als Ganzes zusammenbricht», erklärt Olympics Präsident Philippe de Gottrau, der seines Zeichens als Augenchirurg arbeitet und das Saisonende nur logisch findet. «Die Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder mit nicht vollständigen Teams zu beenden, hätte keinen Sinn gemacht.»

Finanziell hat der vorzeitige Saisonabbruch für Olympic allerdings heftige Konsequenzen. «Wir konnten zwar zwei Drittel der Meisterschaft und des Cups absolvieren, aber was die Zuschauer- und Buvetteneinnahmen betrifft, macht das nur gut die Hälfte aus. Die wichtigen, grossen Spiele wären erst noch gekommen», sagt de Gottrau. Es sei auch möglich, dass im Sponsoring weniger Einnahmen zu verzeichnen werden sind. «Wir werden bestimmt einen grossen Verlust schreiben.» Auch fürchtet der Olympic-Präsident, dass mit der mit dem Coronavirus verbundenen Wirtschaftskrise gar nicht zu unterschätzende langfristige Konsequenzen einhergehen könnten. «Obwohl ich Vertrauen in unsere Sponsoren habe, ist meine Sorge gross, dass wir nächste Saison Probleme bei der Suche von Geldgebern haben könnten.»

Stolz und dankbar

Trotz dieser Sorgenfalten ist de Gottrau stolz und dankbar. «Stolz auf die Spieler, die Trainer und den Vorstand, die diese Saison einen hervorragenden Job gemacht haben, und dankbar gegenüber den Fans und Sponsoren, die uns unterstützt haben.» Umso enttäuschter ist der Präsident bei allem Verständnis für den Entscheid des Verbandes und der Klubs, dass trotz der Arbeit Olympic nur ein Titel bleibt, obwohl die klar beste Mannschaft der Liga gestellt wurde.