Basketball 09.05.2020

Arnaud Cotture zurück bei Olympic

Gehen den entgegengesetzten Weg: Jérémy Jaunin (am Ball) geht zurück nach Genf, und Arnaud Cotture kehrt zu seinem Stammclub Olympic zurück.
Olympic kann im Hinblick auf die nächste Saison einen ersten gewichtigen Zuzug vermelden: Nach drei Jahren in Genf kehrt der Internationale Arnaud Cotture zurück.

Jonathan Kazadi, Stefan Petkovic, Natan Jurkovitz oder Arnaud Cotture – sie alle gehören zu den gestandenen NLA-Spielern, die die Freiburger Basketball-Akademie in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Mit dem Walliser Cotture kehrt nun ein Eigengewächs zu Olympic zurück. Der 24 Jahre alte, gross gewachsene Center unterschrieb einen Vertrag über drei Saisons.

Ein wichtiger Grundstein

Vor drei Jahren hatte Cotture seinen Stammverein verlassen, um seinen Horizont zu erweitern, wie er damals erklärte. So richtig glücklich – zumindest sportlich – wurde er in Genf jedoch nicht. Und das nicht nur, weil er bis auf den Liga-Cup 2019 keinen Titel feiern konnte. «Es ist kein Geheimnis, dass Arnaud mit seiner Entwicklung und den Einsatzminuten in Genf nicht zufrieden war», sagt Olympics TK-Chef Michaël Studer. Die Freiburger hatten Cotture bereits letzte Saison im Visier, «ein Transfer konnte damals aber leider nicht verwirklicht werden.» Nun ist Studer umso glücklicher, dass er diesmal zuschlagen konnte – auch dank der Aussicht, in einem internationalen Wettbewerb wie der Champions League spielen zu können. «Man muss wissen, dass Arnaud seine Wohnung in Freiburg immer behalten hat. Für uns ist er ein Schlüsselspieler.» Eine Vertragsdauer von drei Jahren ist im Schweizer Basketball nicht die Regel. In diesem Fall passe es aber für beide Seiten, so Studer. «Leider mussten wir den Verlust von Jérémy Jaunin hinnehmen. Jetzt folgt eine neue Periode. Wir wollen wieder etwas aufbauen. Dafür ist Arnaud Cotture ein wichtiger Grundstein. Das ist auch im Sinne von Trainer Petar Aleksic.»

Mit Cotture, Boris Mbala und Paul Gravet hat Olympic für die Meisterschaft 2020/21 erst drei Stammspieler unter Vertrag. Nachdem es dem Verein nicht gelungen ist, Spielmacher Jaunin – der den umgekehrten Weg von Cotture nimmt und zu seinem Stammclub Genf zurückkehrt – zu halten, steht nun Natan Jurkovitz zuoberst auf der Prioritätenliste. «Natürlich würden wir sehr gerne weiter mit Natan zusammenarbeiten. Aber wir wissen auch, dass er gerne ins Ausland gehen würde», erklärt Studer. Die Tatsache, dass das Geld wegen der Coronavirus-Pandemie wie überall sonst im internationalen Basketball knapp ist, könnte die Pläne von Jurkovitz aber durchkreuzen.

Ausländer runden das Bild ab

Punkto Ausländer bei Olympic bestätig der TK-Chef, dass man den Senegalesen Babacar Touré – der fast die komplette letzte Saison wegen eines Kreuzbandrisses ausgefallen war – und den US-Amerikaner Tim Derksen gerne behalten würde. «Letztlich ist es aber so, dass die Ausländer Söldner sind. Es ist uns wichtig, unsere Zukunft mit Schweizer Spielern abzusichern. Die Ausländer runden das Bild einer Mannschaft ab und sollen auf jenen Positionen eine Verstärkung sein, die wir nicht mit einheimischen Spielern abdecken können.»