Ski alpin 07.02.2018

Ein Weltcup-Fahrer auf Stippvisite

Weltcup-Fahrer Marc Rochat (l.) konnte sich zweimal gegen Marc Mooser durchsetzen.
Marc Rochat fuhr im Weltcup schon in die Top 20, am Wochenende war der Waadtländer zu Gast in Jaun anlässlich der Slaloms im SAS- und im Freiburger Cup. Einzig der Jauner Marc Mooser konnte mit Rochat mithalten.

Am 12. November des letzten Jahres realisierte Marc Rochat mit Platz 19. im Slalom von Levi (FIN) sein bisher bestes Ergebnis im Weltcup. Am vergangenen Wochenende nun nahm der 25-jährige Waadtländer in Jaun überraschend an zwei der vier Slaloms im Rahmen des SAS-Cups (Schweizerischer Akademischer Ski-Club) und des Freiburger Cups teil. «Seit dem letzten Jahr bin ich Mitglied des SAS Lausanne. Die Rennen in Jaun waren eine Möglichkeit, um an einem seiner Aktivitäten teilzunehmen», erklärte der Fernstudent in Wirtschaft gegenüber der Zeitung «La Liberté». Ein anderer Grund für die Präsenz des B-Kader-Mitglieds von Swiss-Ski ist die Tatsache, dass er nicht für die diese Woche beginnenden Olympischen Winterspiele von Pyeongchang selektioniert wurde. Die zwei Slaloms vom Sonntag auf der Piste Schattenhalb waren darum ein willkommenes Training für Rochat. Das mögliche Aufgebot für Südkorea hatte er in den vergangenen Wochen vergeben, als er in zahlreichen Rennen nach ansprechenden Zwischenzeiten das Ziel nicht erreicht hatte. «Schnell zu sein ist gut, aber das zählt nicht, wenn du es nicht zu Ende bringen kannst», schrieb er vor dem Auftritt in den Freiburger Bergen auf seiner Facebook-Seite.

Nur drei Hundertstel zurück

Am Samstag erreichte Rochat wie Ende Januar, als er in Chamonix (FRA) zwei Europacup-Slaloms nach zahlreichen Ausfällen je mit einem Podestplatz beendet hatte, das Ziel. In beiden Slaloms der Elite Männer konnte sich der Weltcup-Fahrer die Bestzeit notieren lassen. Dicht auf den Fersen war ihm allerdings Marc Mooser. Im ersten Slalom verlor der Lokalmatador vom Ski-Club Edelweiss Jaun gerade einmal fünf Hundertstelsekunden auf Rochat, im zweiten Rennen waren es mit 33 Hundertstelsekunden etwas mehr.

Nachdem Mooser in den letzten Jahren noch FIS-Rennen gefahren ist, hat er jetzt einen Schritt zurück gemacht und konzentriert sich in dieser Saison einzig auf den Freiburger Cup, den er gewinnen will. Der 24-jährige Greyerzer ist auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen. Nach den beiden zweiten Plätzen vom Samstag konnte er tags darauf die weiteren beiden Slaloms in Jaun – in Abwesenheit von Rochat – für sich entscheiden.

Neben Mooser konnten sich weitere Einheimische in Jaun in Szene setzen: Jean Morisetti (Charmey) verzeichnete die beste Freiburger Bilanz in der Kategorie Männer, während Marco Zbinden (Schwarzsee) immerhin eines der vier Rennen gewinnen konnte. Der Jauner Charles Messerli feierte bei den Junioren zwei Siege und stand zwei weitere Male auf dem Podest.

Sandra de Kalbermatten (SAS Lausanne) dominierte bei den Frauen und den Frauen Elite mit insgesamt drei Siegen. Elodie Romanens (Vudallaz Epagny) machte es de Kal­bermatten in der Kategorie der Juniorinnen gleich.