volleyball 08.01.2018

Düdingen scheitert im Cup an Volero

Düdingens Ines Granvorka blickt auf eine zwiespältige Wochenendbilanz zurück: Sieg in der Meisterschaft, out im Cup.
Für Düdingens Volleyballerinnen war in den Achtelfinals des Schweizer Cups nichts zu machen. Sie verloren bei Volero Zürich 0:3. Dafür läuft es ihnen in der NLA-Meisterschaft mit dem Sieg gegen Galina weiter rund.

Der Start ins neue Jahr ist für die Düdingerinnen alles andere als ruhig. Nachdem sie sich über die Festtage sechs Tage ohne Balltraining gönnen durften, stand mit dem Meisterschaftsspiel vom Samstag gegen Galina das erste von vier Spielen in acht Tagen auf dem Programm. «Das ist eine happige Woche», zeigte sich Clubpräsident Christian Marbach besorgt. «Gerade für die Frauen, die nicht Profispielerinnen sind.» Für das Wochenende hatte Trainer Dario Bettello sein Augenmerk besonders auf den Cup-Achtelfinal vom Sonntag bei Volero Zürich gelegt. Düdingen hatte die denkbar härteste Aufgabe zugelost bekommen. «Darum war es wichtig, gegen Galina zu gewinnen. Sonst wäre die Ausgangslage für Sonntag schlecht gewesen», zeigte er sich am Samstag erleichtert.

Schmerzhafter erster Satz

In der Meisterschaft trennen Volero und Düdingen zwar bislang bloss drei Punkte, trotzdem war der seit dem Vortag neue NLA-Leader und bereits zwölfmalige Cupsieger Volero gegen die Freiburgerinnen, die mit zwei (gegen die Zürcherinnen verlorenen) Finalteilnahmen vor zwei und drei Jahren zu Buche stehen, natürlich favorisiert. Die Gäste nahmen den Schwung vom Galina-Sieg zunächst mit. Als Courtney Felinski einen Angriff aus dem Rückraum zum 20:17 abschliessen konnte, sah es in Zürich für die Gäste gut aus im ersten Satz. Dann aber drehte Volero auf und verwertete seinen ersten Satzball zum 25:23.

Die Düdingerinnen zeigten sich zunächst wenig beeindruckt und legten in Satz zwei wieder vor (5:3). Dann aber kam die Volero-Maschinerie ins Rollen und holte neun Punkte in Serie. Mit 25:11 entschieden die Zürcherinnen den zweiten Satz diskussionslos zu ihren Gunsten. Es sollte die Vorentscheidung gewesen sein.

Düdingen verkaufte seine Haut im dritten Satz zwar teuer und konnte das Geschehen bis zum Stand von 20:20 offen gestalten, doch wiederum zeigte Volero den besseren Finish und holte sich mit 25:22 den Satz und den Einzug in die Cup-Viertelfinals. Düdingen seinerseits ist damit bereits frühzeitig durch das Lospech daran gescheitert, zum dritten Mal in der Club-Geschichte in den Final in die Freiburger St.-Leonhard-Halle einzuziehen.

Gegen Galina souverän

In der Meisterschaft läuft es den Düdingerinnen derweil weiter rund. Denn tags zuvor durften sich die 360 Zuschauer in der Leimackerhalle über ein klar überlegenes Heimteam freuen. Wie bereits beim ersten Duell gegen die Lichtensteinerinnen von Galina konnte Düdingen in nur drei Sätzen gewinnen und so den fünften Meisterschaftssieg in Serie feiern. Die Leistung der Düdingerinnen in diesem eher unspektakulären Match wird dabei kaum als besonders herausragend in die Annalen eingehen. «Wir haben klar unter unseren Möglichkeiten gespielt», kommentierte Bettello. «Es ist nicht einfach, nach einer Pause den Rhythmus gleich zu finden. Es war aber sehr wichtig, dieses Spiel in drei Sätzen zu gewinnen.» Ähnliche Töne schlug Captain Kristel Marbach an. «Es war bestimmt nicht unser bestes Spiel, aber wir haben unsere Pflicht erfüllt.»

Bereits im ersten Satz konnten die Düdingerinnen ihre Überlegenheit demonstrieren. Nach wenigen Ballwechseln führten sie 7:2. Der schwache Block und die Lücken im Spielfeld der Gegnerinnen wurden von den Power Cats gnadenlos ausgenutzt. Trotzdem gelang es den Gästen, noch auf 20:18 heranzukommen. Der Satz konnte von den Düdingerinnen dann jedoch mit 25:21 gewonnen werden.

Im zweiten Satz gelang es Galina, ein paar schöne Angriffe zu starten, die von der Top­skorerin Thelma Gunarsdottir und ihrer Teamkollegin Nuria Lopes da Silva zackig zu Punkten gemacht wurden. «Die Topskorerin von Galina ist Linkshänderin und hat gut gepunktet», sagte Kristel Marbach. Auch sonst sei das Spiel der Lichtensteinerinnen anders als das eigene und darum schwierig vorzubereiten. Obwohl das Spiel ausgeglichener wurde und es über den Match verteilt ein paar schöne und längere Ballwechsel gab, konnte Düdingen die Fehler Galinas ausnutzen und den zweiten Satz mit 25:20 für sich entscheiden.

Im dritten lagen die Gäste anfangs zwar noch in Führung, Düdingen konnte den Vorsprung aber wettmachen und zog den Lichtensteinerinnen nach dem Ausgleich zum 12:12 schliesslich davon, wobei Ines Granvorka und Danielle Harbin fleissig punkteten. Die 1,85 m grosse Topskorerin aus Düdingen sammelte im Spiel 19 Punkte und schaffte es im Angriff auf eine Erfolgsquote von 62 Prozent. Damit festigte sie ihren Platz an der Spitze der Topskorerliste.

Wie eingangs schon erwähnt, viel Zeit bleibt Düdingen nicht, um sich von den zwei Spielen vom Wochenende zu erholen. Bereits übermorgen Mittwoch steht in Israel das Rückspiel im Sechzehntelfinal des CEV-Cups gegen Hapoel Kfar Saba an. Das Hinspiel hatte das Bettello-Team zu Hause mit 3:1 gewinnen können.

Telegramme

Cup-Achtelfinal: Volero - Düdingen 3:0 (25:23, 25:11, 25:22)

Volero Zürich: Schottroff, Antonijevic, Todorova, Calderon, Unternährer, Lazic, Popovic (Libera); Dimitrova,Lengweiler.

TS Volley Düdingen: Becker, Harbin, Felinski, Marbach, Granvorka, Moffett, Deprati (Libera); Widmer, Gfeller.

Schweizer Cup. Frauen. Achtelfinals: NUC - Franches-Montagnes 3:0 (25:15, 25:18, 25:15). Galina Schaan - Cheseaux 3:2 (18:25, 22:25, 25:20, 25:18, 15:11). Volero - Düdingen 3:0 (25:23, 25:11, 25:22). Volleya Obwalden (NLB) - Kanti Schaffhausen 0:3 (11:25, 13:25, 15:25). Ruswil (NLB) - Köniz 0:3 (13:25, 22:25, 23:25). Münchenbuchsee (NLB) - Aesch-Pfeffingen 0:3 (19:25, 13:25, 23:25). Therwil (NLB) - Lugano 1:3 (19:25, 26:24, 19:25, 22:25). Kerzers (1. Liga) - Genf (NLB) 0:3 (17:25, 15:25, 14:25).

Meisterschaft: Düdingen - Galina 3:0 (25:21, 25:20, 25:20)

Leimacker. 360 Zuchauer.

TS Volley Düdingen: Becker, Felinski, Marbach, Granvorka, Moffett, Harbin, Deprati (Libera) ; Widmer, Marx, Gfeller,

VBC Galina: Koljonen, Chrtianska, Härtner, Lopes da Silva, Klaric, Gretarsdottir, Mandelbaum (Libera); Bigger, Meier, Schnyder.

NLA. 17. Runde: Düdingen - Galina Schaan 3:0 (25:21, 25:20, 25:20). Cheseaux - Köniz 0:3 (20:25, 20:25, 23:25). NUC - Kanti Schaffhausen 3:1 (25:21, 25:20, 24:26, 25:22). Volley Lugano - Franches-Monta­gnes 3:0 (25:19, 25:19, 25:20). Volero Zürich - Aesch-Pfeffingen 3:1 (19:25, 25:18, 25:19, 25:22). Rangliste: 1. Volero Zürich 17/44 (46:12). 2. Aesch-Pfeffingen 17/42 (47:17). 3. Düdingen 17/41 (46:19). 4. Kanti Schaffhausen 17/34 (42:28). 5. NUC 17/23 (30:35). 6. Volley Lugano 18/23 (29:37). 7. Köniz 18/19 (26:37). 8. Franches-Monta­gnes 17/15 (23:42). 9. Galina Schaan 17/14 (25:45). 10. Cheseaux 17/3 (8:50).

Cup-Achtelfinals

Kerzers gegen Genf chancenlos

Neben Düdingen ist gestern auch der zweite verbliebene Freiburger Club im Achtelfinal des Schweizer Cups ausgeschieden. Der VBC Kerzers unterlag zu Hause dem B-Ligisten Genf mit 0:3 Sätzen (17:25, 15:25, 14:25). Die Genferinnen hatten in der Runde zuvor Freiburg eliminiert.

fs