Volleyball 28.02.2017

Düdingen musste nachsitzen

Düdingens Chantale Riddle bei einem ihrer gefürchteten Angriffsbälle.
In einem NLA-Nachholspiel vergab ein schwacher TS Volley Düdingen gestern Abend gegen Cheseaux eine 2:0-Satzführung, ehe er sich im Tiebreak noch durchsetzen konnte.

Derweil der TS Volley Düdingen seine drei letzten NLA-Partien gewinnen konnte, ging Cheseaux dreimal leer aus – dies bei einer Satzbilanz von 0:9. Zugute halten muss man den Waadtländerinnen dabei allerdings, dass der Gegner gleich zweimal Volero geheissen hat. Um in den Playoff-Viertelfinals nicht ausgerechnet auf die übermächtigen Zürcherinnen treffen zu müssen, benötigt das zurzeit im sechsten Rang klassierte Cheseaux im Fernduell mit Köniz und Schaffhausen aber Punkte. Dementsprechend kämpferisch traten die Gäste gestern Abend auf. Das Heimteam seinerseits liess über weite Strecken die letzte Konzentration und insbesondere die letzte Konsequenz vermissen. So machte sich Düdingen das Leben unnötig selber schwer.

2:0-Satzführung

Im Startsatz lieferten sich die beiden Equipen lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei Cheseaux überzeugte mitunter die Freiburgerin Sandra Stocker mit einigen Angriffspunkten. Das Beunruhigungslevel im Lager der Düdingerinnen lag trotz des engen Spielstandes erstaunlich tief, so dass sie erst gegen Ende des Satzes einen Zacken zulegten. Beim Stand von 21:21 liessen sie dann aber nichts mehr anbrennen: Einwechselspielerin Zora Widmer sicherte mit einem Ass die 1:0-Satzführung. Dasselbe Bild bot sich den Zuschauern im zweiten Satz. Diesmal spitzte sich die Lage Düdingens gar noch zu (20:22). Doch wiederum verstanden sie es, im letzten Moment die Köpfe noch aus der Schlinge zu nehmen (25:23).

Frühe Entscheidung verpasst

Damit war der Widerstand Cheseaux’ aber noch nicht gebrochen. Statt den Sack zuzumachen, liess es Düdingen weiter schleifen. Zur Strafe gab es den vierten Satz. Endlich schien Düdingen zu reagieren und führte 8:2 – um dann wieder in alte Fahrwasser zurückzufallen. Die Konsequenz: Cheseaux – ganz opportunistisch – nutzte seinen dritten Satzball zum 26:24. Für Düdingen bedeutete dies Nachsitzen zum Zweiten, diesmal im Tiebreak. Immerhin gelang dann eine kleine Steigerung. Düdingen setzte sich mit 15:10 durch und kam noch mal mit einem blauen Auge davon.

Volero droht im Halbfinal

Mit dem erknorzten Sieg hat Düdingen in der Tabelle Neuenburg wieder überholt und liegt neu auf Rang vier. Das Team von Trainer Nicki Neubauer versucht nun seinerseits, in den letzten vier Qualifikationsspielen noch Platz drei zu erreichen, um in einem allfälligen Playoff-Halbfinal Volero aus dem Weg gehen zu können. Dieses Unterfangen dürfte sich unabhängig von der gestrigen enttäuschenden Leistung als äusserst schwierig gestalten: Am Donnerstag und am Samstag heisst der Gegner von Düdingen nämlich... Volero.

Telegramm

Düdingen - Cheseaux 3:2 (25:21, 25:23, 24:26, 24:26, 15:10)

TS Volley Düdingen: Riddle, Breltic, Marbach, Gfeller, Igjnic, Moffett, Edberg (Libera); Widmer, Granvorka, Marx, Knutti.

VBC Cheseaux: White, Stocker, Castelli, Zanello, van Rooij, Hämmmerli (Libera); Casto, Schmutz, Oseghale, Trezzini.

Frauen. NLA. Rangliste: 1. Volero 22/65. 2. Aesch-Pfeffingen 23/61. 3. Franches-Montagnes 24/47. 4. Düdingen 23/42. 5. Neuenburg 24/42. 6. Cheseaux 24/25. 7. Köniz 24/22. 8. Kanti Schaffhausen 24/22. 9. Luzern 24/14. 10. Lugano 24/14.