Geräteturnen 14.06.2017

Zwei Meister-Premieren

Bei den Freiburger Meisterschaften im Geräteturnen haben Pascale Epper (Domdidier) und Jérémy Coquoz (Ursy) in der höchsten Kategorie gewonnen. Für beide ist es der erste Titelgewinn in der Kategorie 7.

Am Kantonalen Turnfest in Düdingen trugen die Freiburger Geräteturnerinnen und -turner die kantonalen Meisterschaften 2017 durch. Dabei kam es in der Kategorie 7, der höchsten Stufe, zu zwei Überraschungen. Mit Pascale Epper (Domdidier) und Jérémy Coquoz (Ursy) feierten zwei Athleten ihren ersten Titelgewinn in der Kategorie 7.

Epper überlegen

Epper legte mit einem starken Sprung und einer beeindruckenden Übung an den Schaukelringen (9.15) den Grundstein zu ihrer Goldmedaille. Die 9.35 Punkte am Sprung waren mit Abstand die beste Tagesbestnote an diesem Gerät. Die 22-Jährige, die seit fünf Jahren in der höchsten Kategorie turnt, verwies Rahel Hottinger (Freiburg) und Léa Glannaz (Bulle) um 25 beziehungsweise 30 Hundertstel auf die weiteren Podestplätze. Titelverteidigerin Oria Bersier (Bulle) musste sich mit dem enttäuschenden vierten Rang zufriedengeben.

Bulles Dominanz gebrochen

Wie in der Kategorie 7 wurde auch in den unteren Kategorien 6 und 5 die Hierarchie im Freiburger Geräteturnen auf den Kopf gestellt: Die Turnerinnen aus Bulle, die in den letzten Jahren die kantonalen Titelkämpfe nach Belieben dominiert hatten, mussten der Konkurrenz ungewöhnlich viele Medaillen überlassen. Im K6 gewann die Greyerzerin Sarah Tebaldi zwar Gold, mit Camille Geinoz und Axelle Suter holten sich aber zwei Freiburgerinnen das restliche Edelmetall.

Mit «nur» zwei von insgesamt sechs Medaillen lag die erfolgsverwöhnte Bulle FSG auch in der Kategorie 5 hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere bei den jüngeren Turnerinnen hat die Konkurrenz – und insbesondere die Freiburg FSG – aufgeholt hat. Gold ging nach Ursy zu Mélissa Conus, und mit Lisa Baechler und Anaïs Lunghi gingen Silber und Bronze an zwei Turnerinnen des Stadtfreiburger Turnvereins, der vor einigen Jahren aus dem Zusammenschluss von Freiburgia und Fribourg-Ancienne hervorgegangen ist.

Überraschend – und doch nicht ganz unerwartet – war der Titelgewinn von Jérémy Coquoz (Ursy) bei den Männern. Der 26-Jährige profitierte davon, dass sowohl Titelverteidiger Pierre Bourguenoud als auch die stärker eingestuften Raphaël Schulé, Bastien Colliard und Loïc Brunetti in Düdingen fehlten. In seiner sechsten Saison im K7 holte sich Coquoz mit 45.65 Punkten erstmals den Freiburger Meistertitel. Raphaël Stauffacher (Domdidier) wies als Zweiter drei Zehntel Rückstand auf, Bronzemedaillengewinner Gaëtan Mottiez (Freiburg) lag bereits über einen Punkt zurück.