Schwingen 13.06.2017

Lario Kramers Formaufbau stimmt

Der Galmizer Lario Kramer hatte seine Gegner beim Neuenburgischen im Griff.
Beim Neuenburger Kantonalen in La Vue-des-Alpes klassierte sich Lario Kramer im dritten Rang. Damit hat der junge Galmizer, dessen Planung auf das Südwestschweizerische ausgerichtet ist, seine gute Form bestätigt.

Mit dem 29-jährigen Waadtländer Pascal Piemontesi setzte sich am Sonntag in La Vue-des-Alpes beim Neuenburger Kantonalfest ein Favorit durch. Vor 800 Zuschauern gewann er zum dritten Mal in seiner Laufbahn ein Kranzfest. Piemontesi bezwang im Schlussgang den zuvor am Fest noch ungeschlagenen Stéphane Haenni (Mézières VD) nach 2:20 Minuten mit innerem Haken und Nachdrücken.

Neben Festsieger Piemontesi schlossen zwei weitere Schwinger den Tag ohne Niederlage ab: Johann Borcard (Villars-sous-Mont) und Lario Kramer, die im ersten Gang aufeinandergetroffen waren und gestellt hatten. Der in einem Monat 20-jährige Galmizer Kramer gewann in der Folge wie Borcard alle fünf weiteren Gänge und klassierte sich zusammen mit Julien Berset (Mur) mit 58.00 Punkten im geteilten dritten Rang. «Mit dieser Punktezahl sollte man in der Rangliste eigentlich noch weiter vorne sein», sagte Kramer, der trotzdem höchst zufrieden war. «Es war das höchste Resultat, das ich bisher an einem Kranzfest erzielen konnte. Zudem konnte ich einige Gegner zum ersten Mal bezwingen.» Kramer denkt dabei etwa an Marc Gottofrey. Die konstanten Leistungen brachten Kramer den sechsten Kranz seiner Karriere ein, nachdem er unlängst beim Freiburger Kantonalen den ersten in dieser Saison geholt hatte.

«Bisher hatte ich kein Tief und konnte immer Vollgas geben.»

Lario Kramer

Schwinger

 

Die Zwischenbilanz des gelernten Gemüsegärtners, der überdies beim Regionalfest in Courtepin im Schlussgang gestanden hatte, fällt dementsprechend positiv aus. «Ich erfreue mich einer guten Frühform. Bisher hatte ich kein Tief, konnte immer Vollgas geben. Die guten Trainings sind natürlich auch ein Faktor, dass es so gut läuft.» Einmal pro Woche trainiert Kramer in Kirchberg, wo ihm prominente Schwinger wie Matthias Sempach, Schwingerkönig 2013, oder Remo Käser gegenüberstehen. «Das bringt mir sehr viel. Das Niveau ist dort höher. Da weiss man sofort, wo man steht», erklärt der Hoffnungsträger vom Schwingklub Kerzers.

Blick auf das Südwestschweizerische

Am Sonntag wird Kramer beim Schwarzsee-Schwinget wieder ins Sägemehl steigen. «Ich glaube nicht, dass es für einen Kranz reichen wird. Ziel ist, sechs Gänge zu schwingen und mitzuhalten. Wenn es dann einen Kranz gibt, nehme ich ihn natürlich gerne mit.» Das längerfristige Ziel ist für Kramer das Südwestschweizerische in Kerzers vom 16. Juli. Vor Jahresfrist hatte er am Teilverbandsfest in Aigle den Kranz geholt. «Dann will ich voll parat sein. Es ist ein Tag im Jahr, ich hoffe, ich kann dann volle Leistung zeigen.»

Den ersten Kranz überhaupt holte sich in La Vue-des-Alpes der Fanger Carlo Buchs im geteilten vierten Schlussrang. Auch Mario Zimmermann (Golaten) holte Eichenlaub (6a.).