Drei Fragen an 29.03.2017

Christelle Wohlhauser

Unihockeyspielerin

Christelle Wohlhauser, Captain des NLA-Unihockeyteams Ärgera Giffers, verlässt den Verein und wechselt zum fünffachen Schweizer Meister UHC Dietlikon. Die treffsichere Stürmerin – in der abgelaufenen Saison war sie hinter Christel Köstinger mit 23 Skorerpunkten Ärgeras zweitbeste Spielerin – hat im Zürcher Unterland für eine Saison unterschrieben.

Christelle Wohlhauser, was hat Sie dazu bewogen, Ihren Stammverein Ärgera Giffers zu verlassen?

Insgesamt war ich sieben Jahre bei Ärgera und habe mit Giffers viele schöne Momente erlebt. Ich hatte schon letztes Jahr ein Angebot aus der NLA, blieb dann aber bei Ärgera. Als ich diese Saison erneut Angebote von anderen Vereinen auf dem Tisch hatte, habe ich mir die Frage gestellt, was ich im Unihockey noch erreichen will. Man braucht Herausforderungen, wenn man persönlich weiterkommen will – und das ist mein Ziel. Ich freue mich darauf, mich in einem anderen Umfeld neu beweisen zu müssen, meine Rolle zu finden. Ich werde in jedem Training Vollgas geben und mich dem Konkurrenzkampf stellen müssen, das motiviert. Ich bin 26, im idealen Unihockeyalter. Wenn ich etwas Neues versuchen will, dann ist jetzt der Zeitpunkt.

Sie hatten Angebote von drei verschiedenen NLA-Vereinen. Warum haben Sie sich für Dietlikon entschieden?

Das hat mehrere Gründe. Zum einen war bei Dietlikon früh klar, wie das Kader für nächste Saison aussieht. Ich weiss also, mit wem ich zusammenspielen werde. Zum anderen kenne ich die Trainerin Simone Berner bereits etwas. Sie war seinerzeit Coach des Studenten-Nationalteams, in dem ich einige Probetrainings absolviert hatte. Ich stand auch bei meiner Arbeit bei Swiss Unihockey oft mit Berner in Kontakt, als sie noch Assistenztrainerin des Schweizer Frauen-Nationalteams war. Und zu guter Letzt habe ich mich für Dietlikon entschieden, weil es ein etwas professioneller aufgestellter Verein ist. Ich bin sportlich sehr ehrgeizig, in Zürich habe ich die Chance, Titel zu gewinnen und eventuell sogar international zu spielen. Dafür werde ich nun auch nach Zürich umziehen.

Welche Rolle sollen Sie bei Dietlikon übernehmen?

Im Gespräch haben mir die Teamverantwortlichen gesagt, dass sie von mir das erwarten, was ich bereits in Giffers gemacht habe. Will heissen: Immer Vollgas geben, Pressing machen und meine «freche» Spielart beibehalten. Der Verein zählt auf meine Stärken wie Schnelligkeit, Übersicht, Torgefährlichkeit und Teamfähigkeit. Da stehe ich ganz schön in der Pflicht (lacht)...

ms

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