Zypern 11.01.2017

UNO-Vermittler sieht Fortschritte vor historischem Zypern-Treffen

Der UNO-Vermittler in der Zypern-Frage geht mit grossem Optimismus in die entscheidende Konferenz am Donnerstag in Genf. Doch: Zum Treffen kommen nur die Aussenminister der Garantiemächte und nicht wie erwartet deren Staatschefs.

"Wir haben sehr produktive Verhandlungsrunden gehabt", sagte UNO-Vermittler Espen Barth Eide am Mittwoch in Genf im Bezug auf die Vorgespräche zwischen den griechischen und türkischen Zyprern.

Sie hätten auf die meisten schwierigen Fragen Antworten gefunden. Dennoch sei noch viel zu tun. Einzelheiten nannte Eide nicht. Ziel der Gespräche ist die Wiedervereinigung der seit 1974 geteilten Insel im Mittelmeer.

Die Konferenz mit den Garantiemächten Türkei, Griechenland und Grossbritannien als ehemaliger Kolonialmacht werde nicht wie zunächst erwartet auf Ebene der Staats- und Regierungsspitzen beginnen. Zunächst kämen nur die Aussenminister mit den zyprischen Verhandlungsführern zusammen, sagte Eide. Er stelle sich auf eine mehrtägige Konferenz ein.

Auch EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zeigte sich zuversichtlich. Er hoffe auf eine Einigung in den "nächsten Stunden und Tagen", sagte er bei einem Besuch in Malta. "Ohne das, was in Genf passiert, übermässig dramatisieren zu wollen: Dies ist die allerletzte Chance, die Insel auf normalem Weg wieder zusammenzufügen."

SDA