Plaffeien 18.03.2017

Nun werden auch die letzten Mauern des Schwyberg-Restaurants geräumt

Ende 1999 zerstörte der Sturm Lothar das Berg­restaurant auf dem Schwyberg. Nun sollen auch die Grundmauern des Erdgeschosses geräumt werden.

Schneeschuhläufer, Wanderer und Biker finden bei den Ruinen des ehemaligen Bergrestaurants auf dem Schwyberg ein Plätzchen auf festem Untergrund, um ihr Picknick einzunehmen und die Aussicht zu geniessen. Das Restaurant war im Dezember 1999 beim Sturm Lothar zerstört worden, die Betongrundmauern des Erdgeschosses stehen aber immer noch. Nun sollen sie abgebrochen und geräumt werden, wie dem aktuellen Amtsblatt zu entnehmen ist. Das entsprechende Gesuch liegt zurzeit öffentlich auf.

Armee führt den Einsatz durch

Die Grundeigentümerin der Liegenschaft, die Schwyberg Energie AG, will die Mauern von Genietruppen der Schweizer Armee im Rahmen eines WK-Einsatzes räumen lassen, wie Otto Lötscher, Ammann der Gemeinde Plaffeien, auf Anfrage erklärt. Plaffeien ist wie Plasselb zu fünf Prozent an der Schwyberg Energie AG beteiligt. Die Mauern sollen gemäss Otto Lötscher auch im Hinblick auf den geplanten Windpark auf dem Schwyberg geräumt werden – auch wenn sich dieses Projekt wegen eines Gerichtsentscheides nun verzögere (die FN berichteten).

Trafostation bleibt

Der Armee-Einsatz sei für Mai vorgesehen und könne nur bei guter Witterung durchgeführt werden. Nur dann können die Maschinen und die landwirtschaftlichen Fahrzeuge bis auf den Schwyberg fahren, sagt Lötscher. Durch den Armee-Einsatz werde der Abbruch kostengünstiger. Wie hoch die Kosten genau seien, welche auf die Schwyberg Energie AG und damit zu 90 Prozent auf die Groupe-E-Tochter Greenwatt zukommen, könne er zurzeit nicht sagen. Eine Schätzung gehe von maximal 40 000 Franken aus. Zudem stehe noch eine Schadstoffanalyse an; diese sei bisher noch nicht durchgeführt worden. Die Transformatorenstation des Energieversorgers Groupe E, die sich ebenfalls noch in der Gebäuderuine befindet, bleibe bestehen und werde mit einem Dach versehen.

Trotzdem eine Sitzbank

Die Wanderer, Biker und Schneeschuhläufer müssen trotz Abbruch der Mauern nicht um ihren Sitzplatz auf dem Schwyberg fürchten. Denn wie Otto Lötscher erklärt, soll die Bodenplatte des Restaurants bestehen bleiben; dort soll eine Sitzbank eingerichtet werden. «Der Schwyberg wird damit bestimmt eine Aufwertung erfahren.»