Ausstellung 11.01.2018

Drei Sensler Fotografen an der «Photo 18»

Das im Verzascatal gemachte Foto von Pascal Corbat aus dessen Serie «Spot the Magic».
An der Ausstellung «Photo 18» in Zürich zeigen Fotografen aus dem Kanton Freiburg eine Auswahl ihrer Bilder. Sie haben alle einen völlig unterschiedlichen Stil.

Was macht bloss diese Frau mit dem übergestülpten Einhornkopf in der Verzasca? Die Frage stellt sich, wer das Foto von Pascal Corbat aus Düdingen sieht, das er an der fünftägigen Ausstellung «Photo 18» in Zürich-Oerlikon zeigt.

Diese grösste Fotowerkschau der Schweiz für Amateure und Profis findet vom 12. bis 16. Januar in zwei grossen Hallen von total 7000 Quadratmetern zum 13. Mal statt und erwartet rund 30 000 Zuschauer.

«Meine Arbeit weist darauf hin, dass Menschen im Alltag magische Momente verpassen.»

Pascal Corbat

Hobbyfotograf

 

Pascal Corbats comicartiges Foto stammt aus seiner zehn­teiligen Serie «Spot the Magic». Sie zeigt dessen Freundin Denise Ruhland im Einhornkopf. «Meine Arbeit weist darauf hin, dass viele Menschen gesenkten Kopfes durch den Alltag gehen und magisch schöne Momente verpassen», sagt der 48-jährige Hobbyfotograf.

Er gehört zu den rund 250  Aus­stellern der «Photo 18». Drei von ihnen wohnen im Kanton Freiburg.

Unterschiedliche Erwartung

Der 61-jährige Jonny Kopp aus Heitenried nimmt mit fünf Luftaufnahmen seiner Foto­serie «Die wilde Sense» teil. Als er letztes Frühjahr mithilfe einer Drohne die Sense fotografierte, lernte er den Fluss, in dessen Nähe er wohnt, völlig neu kennen. «Das hat mich fasziniert, weil die Sense aus der Luft betrachtet nur einen kleinen Teil der Landschaft ausmacht», erklärt der freischaffende Kommunikationsberater und Fotograf, der seit seiner Jugend fotografiert und das zweite Mal an der «Photo 18» ausstellt.

Das ist bei Philip Kessler aus Tafers anders: Er nimmt erstmals an einer grossen Ausstellung teil und zeigt sieben Fotos seiner Serie «Blackwater». Die in Norwegen gemachten Luftaufnahmen hat er mit Photo­shop bearbeitet, bis das Wasser auf den Fotos fast schwarz geworden ist. «Ich mag Fotos, die eine Szenerie auf das Wesentliche reduziert», sagt der 24-jährige Maschinenbaustudent und freischaffende Fotograf, der erst vor fünf Jahren mit der Fotografie begonnen hat.

So unterschiedlich die Fotos der drei Männer, so unterschiedlich sind auch ihre Erwartungen an die Ausstellung: Pascal Corbat möchte auf das Thema seiner Arbeit aufmerksam machen, Jonny Kopp will Fotos verkaufen und für Aufträge entdeckt werden und Philip Kessler will bloss Kontakte zu anderen Fotografen knüpfen.

Halle 622 und StageOne, Zürich- Oerlikon. Fr., 12. bis Di., 16 Januar, jeweils von 11 bis 20 Uhr. https://photo18.ch