Schmitten 18.05.2017

Die Regio Badi Sense wird saniert

Zwischen Herbst 2018 und Frühling 2019 wird das Freibad Laupen gründlich saniert.
Die elf Delegierten des Gemeindeverbandes «Regio Badi Sense» haben gestern Nachmittag einen Kredit von 865 000 Franken zur Sanierung des offenen Schwimmbades in Laupen einstimmig genehmigt.

Zwischen Herbst 2018 und Frühling 2019 werden beim Schwimmbad Laupen grös­sere Sanierungen vorgenommen: So wird unter anderem die Dacheindeckung ersetzt, werden neue Sonnenkollektoren montiert, vier neue Saisonkabinen eingebaut, wird der Eingangsbereich neu gestaltet, der Buvette-Vorplatz erhält ein Sonnensegel. Saniert werden auch die Buvette mit einer Fassstrasse sowie die Toilettenanlagen, die zudem erweitert werden. Dies wird Kosten von rund 908 000 Franken verursachen. Die Dacheindeckung mit Kosten von rund 43 000 Franken wird die Gemeinde Laupen tragen, da es sich um die Garderoben des FC Laupen handelt.

Ein Kostendach

Die Delegierten der elf Gemeinden und der Burgergemeinde Laupen bejahten den Kredit von 865 000 Franken einstimmig. Dessen Genehmigung ging aber einige Diskussionen voraus. Der schriftlich vorliegende Antrag sprach klar von einem Kredit von 865 000 Franken. Verbandspräsident Dominik Zbinden sagte aber zuvor, dass dieser Betrag um (plus/minus) 15 Prozent abweichen könnte. Das gefiel dem Ammann von Bösingen, Louis Casali, gar nicht. Er rechnete vor, dass die Sanierung also um rund 130 000 Franken mehr kosten könnte, womit er sich schwertat. «Es handelt sich um eine Sanierung, nicht um einen Neubau. Da kann schon Unvorhergesehenes auftauchen», erklärte Zbinden. Die anderen Delegierten schlossen sich aber der Meinung des Ammanns von Bösingen an. So erklärte sich der Verbandsvorstand einverstanden, dass er bei Kostenüberschreitungen entweder auf gewisse Sanierungsarbeiten verzichtet oder nochmals vor die Delegiertenversammlung mit einem Nachtragskredit tritt. «Das gefällt mir so», meinte Casali. Und so wurde der Kredit von 865 000 Franken als Kostendach verabschiedet, der dem fakultativen Referendum unterstellt ist, das Gemeinderäte der Verbandsgemeinden ergreifen könnten.

Neuer Vorstand

Die Kreditgenehmigung stand eigentlich schon Mitte November 2015 auf der Traktandenliste der Delegiertenversammlung. Diese nahmen aber einen Rückweisungsantrag der Gemeinden Bösingen und Laupen an. Ihrer Ansicht nach war das Sanierungsprojekt noch zu wenig konkret. Auch der Betrag von 900 000 Franken war ihnen ein Dorn im Auge. Präsident Dominik Zbinden wies darauf hin, dass ein neuer Vorstand nach der Rückweisung des Geschäfts sich an die Arbeit gemacht und versucht habe, die damals vorgeschlagenen Änderungen umzusetzen. Über diese Änderungen sei an der Herbst-Delegiertenversammlung 2016 und an einer Informations-Veranstaltung im April 2017 ausführlich informiert worden.

Dominik Zbinden informierte auch im Namen der Betriebsleiterin Armanda Harlanden über die Badesaison 2017. Wie er sagte, sind viele Events vorgesehen, welche auch in einem erstmaligen Flyer vorgestellt werden. So seien unter anderem ein Volleyball-Turnier, Plausch-Schwimmwettkämpfe, Grillabende usw. geplant. Er hielt auch fest, dass neue Holzliegen zur Verfügung stehen, dass die Sicherheitsvorschriften angepasst werden und dass eine alte und grosse Esche nach einem Blitzschlag geräumt werden musste.

Im Anschluss an die Versammlung stellte Ammann Hubert Schafen den Delegierten den Tagungsort Schmitten vor. Wie er sagte, wohnen in Schmitten mit 4042 Einwohnern elf Prozent Ausländer aus 41 Nationen. Schmitten könnte in Zukunft noch um einiges wachsen, sind doch 350 Wohneinheiten geplant. Der Kanton verweigere vorläufig 140, und gegen zehn seien Beschwerden hängig.

«Es handelt sich um eine Sanierung, bei der immer Unvorhergesehenes auftauchen kann.»

Dominik Zbinden

Präsident des Verbandes «Regio Badi Sense»

Zahlen und Fakten

Ein erfreulicher Rechnungsabschluss

An der Delegiertenversammlung des Gemeindeverbandes «Regio Bad Sense» präsentierte der Finanzverantwortliche Daniel Riedo eine «erfreuliche Jahresrechnung 2016», wie er sagte. So sah das Budget 2016 vor, dass sich die 12 Verbandsgemeinden mit rund 180 000 Franken am Betriebsdefizit beteiligen sollten. «Die Gemeinden mussten aber 51 000 Franken weniger übernehmen. Das ist erfreulich für sie», hielt er fest. Gut fiel das Rechnungsergebnis auch aus, weil es 10 300 Eintritte mehr gab als im Schnitt. Deshalb mussten die Verbandsgemeinden bloss rund 131 000 Franken drauf legen, dies bei einem Aufwand und Ertrag von rund 525 000 Franken. az

«So gefällt es mir, wenn bei einer drohenden Kreditüberschreitung der Vorstand auf gewisse Sanierungsarbeiten verzichtet.»

Louis Casali

Ammann von Bösingen