Schwarzsee 18.03.2017

Berghaus Riggisalp wird erweitert

Das Berghaus Riggisalp ist das ganze Jahr über beliebt und auch im Sommer mit der Sesselbahn erreichbar.
Das Angebot ist gefragt: Das Berghaus Riggisalp ist zu klein für all die Gäste, welche von nah und fern anreisen. Deshalb soll das Berghaus nun für 1,4 Millionen Franken saniert und erweitert werden.

Das Baugesuch liegt öffentlich auf: Die Kaiser­eggbahnen Schwarzsee AG wollen das Berghaus Riggis­alp ausbauen. Das Haus steht auf Boden der Gemeinde Jaun; Besitzerin des Landes ist die Viehzucht- und Alpgenossenschaft Schmitten.

Die Erweiterung des Berghauses ist nötig, weil die Nachfrage das Angebot übersteigt. «Das Bergrestaurant ist relativ klein, wir werden die Anzahl Plätze von 80 auf 150 erhöhen», erklärt Felix Bürdel, Verwaltungsratspräsident der Kaisereggbahnen Schwarzsee AG. Dafür werde Richtung Bergstation angebaut. Die Investition betrage 1,4 Millionen Franken.

Für die weitere Zukunft sind noch mehr Veränderungen geplant: Auf der Riggisalp soll es laut Bürdel dereinst als Angebot für die Kinder auch einen Kleintierpark geben. «Wir sind erfolgreich mit dem Restaurant und wollen die Umsatzzahlen nochmals steigern», begründet der Verwaltungsratspräsident die Investition.

Das Berghaus stammt aus dem Jahr 1995 (siehe Kasten). Wie Bürdel erklärt, gab es bisher noch keine Sanierungen des Hauses. Die Sesselbahn, welche zum Berghaus führt, ist nur in der Zwischensaison für kurze Zeit geschlossen.

Künftig zwei Essenssäle

«Wir wollen insbesondere den Sommertourismus attraktiver gestalten», erklärt Bürdel. Hauptsächlich beim Selfservice des Restaurants gebe es Handlungsbedarf. So werde es künftig zwei Räume für die Gäste geben: «Einen mit rund 100 und einen mit etwa 50 Plätzen.» Dies ermögliche es, dass Gesellschaften im kleineren Saal bedient werden können und der grössere Raum gleichzeitig als Selfservice-Restaurant zur Verfügung steht.

Gerade die Fondue-Abende im Winter seien sehr beliebt bei Gruppen, erklärt Bürdel. «Mit dem neuen Konzept können diese in Zukunft – wie oft gewünscht – unter sich sein.» Es werde jedoch auch im grossen Raum möglich sein, grosse Gruppen zu bedienen, betont der Verwaltungsratspräsident – «je nach Wunsch». Die Terrasse werde für den Anbau nur leicht verkleinert. «Aussenplätze wird es gleich viele haben wie bisher.»

Neben dem Anbau sei auch eine Sanierung der Heizung, der Lüftung und der Küche vorgesehen. «Wir wollen das Berghaus den heutigen baulichen Errungenschaften anpassen.» Zudem werde die Küche grösser als bisher, «denn wir wollen auch unser Gastronomie-Angebot erweitern». Dafür sei der richtige Zeitpunkt gekommen: «Wir haben mit Patrick Riedo seit einem Jahr einen Betriebsleiter und Koch mit viel Erfahrung.» Eine Voraussetzung für das Gelingen des Projekts sei, «dass der Gerant professionell arbeitet». Mit Patrick Riedo hätten sie diese Garantie, sagt Felix Bürdel.

Aktionäre fällen Entscheid

Geplant sei, dass der Anbau und die Sanierung ab Juli in zwei Phasen vonstattengehen und dass das Restaurant während des Sommers offenbleibt. «Wir hoffen nun, dass es keine Einsprachen gibt», sagt Bürdel. Am 1. Juli liege der Entscheid über die 1,4-Millionen-Franken-Investition bei der Generalversammlung der Kaisereggbahnen Schwarzsee AG. «Das Ziel ist es, Mitte November mit den Arbeiten fertig zu sein.»

Plaffeien befürwortet Ausbau

«Wir begrüssen die geplante Erweiterung des Berghauses», sagt Otto Lötscher, Syndic von Plaffeien. «Das ist im Sinn der Gemeinde.» Denn das Restaurant sei gut ausgebucht. «Das Angebot ist gefragt», erklärt der Gemeindeammann. Die beiden neuen Räume würden den Betreibern des Restaurants im Tourismusgebiet Schwarzsee bei der Planung von Anlässen mehr Flexibilität geben.

Chronologie

Kontinuierliches Wachstum

Die Kaisereggbahnen Schwarzsee AG hat ihr Angebot vor allem seit den 1990er-Jahren kontinuierlich ausgebaut: vom Bau der Sesselbahn 1992 über das Berghaus 1995, die ersten Beschneiungsanlagen ab 1998 bis zur Vierersesselbahn auf die Kaiseregg 2011. In den letzten 25 Jahren investierten die Kaisereggbahnen so 33 Millionen Franken. Bis 2030 will das Unternehmen insgesamt weitere 13 Millionen Franken aufwenden.

emu