Jeuss 13.09.2017

Freiberger Fohlen zeigen ihr Können

Typ, Bau und Gang sind die drei Kriterien, bei denen die jungen Freiberger maximal je neun Punkte erhalten können.
26 Freiberger Stuten und ihre Fohlen standen gestern Nachmittag an der Fohlenschau vor den Richtern in Jeuss. Elf Fohlen kamen ins Finale, gewonnen hat ein Hengstfohlen des Zuchthengstes Landlord.

Sie sind sorgfältig herausgeputzt, ihre Mähnen sind kurz geschnitten, und viele tragen strahlend weisse Halfter: 26 Freiberger Fohlen haben gestern in Jeuss auf dem Hof der Familie Spring gezeigt, was in ihnen steckt. Das Ziel der Züchter war klar: möglichst viele Punkte zu erhalten für ihre Freiberger Fohlen. Denn schlussendlich geht es dabei auch darum, die Fohlen allenfalls zu einem guten Preis verkaufen zu können.

Unter den strengen Augen der beiden Richter zeigte sich im Verlauf des Nachmittags, wer eine gute Zuchtstute besitzt und wer das beste Händchen bei der Wahl des Hengstes hatte: Elf der rund halbjährigen Freiberger schafften es in die Endrunde, den sogenannten Rappel. Sie erhielten insgesamt 21 oder mehr Punkte von den beiden Richtern für die drei Kriterien Typ, Bau und Gang. Das Rennen gemacht hat das Hengstfohlen Luc des Freiberger Zuchthengstes Landlord. Die Mutter ist die 16-jährige Jinn. Der Besitzer des erfolgreichen Jungspunds ist Jean-Marie Ducry aus Russy. Alle drei jungen Freiberger dieses Züchters aus dem Broyebezirk schafften es unter die sieben besten Hengst- und Stutfohlen (siehe Kasten).

Bereits zum achten Mal fand die Fohlenschau auf der Anlage der Jeusser Familie Spring statt. Die Fohlenschau findet sowohl bei den Zuschauern als auch bei den Züchterinnen und Züchtern von Jahr zu Jahr mehr Anklang: Mit 26 Stuten und ihren Fohlen am Start waren es vier junge Freiberger mehr als im vergangenen Jahr. Beim Publikum ist die Zahl schwieriger auszumachen – und doch zeigte sich klar: An der Bande standen gestern deutlich mehr Liebhaberinnen und Liebhaber des Freibergerpferdes als noch im letzten Jahr, dem teils starken Regen und Wind zum Trotz. Wie im Gespräch mit den Liebhabern des Freibergerpferdes zu erfahren war, hat sich der Anlass bei der Familie Spring in Jeuss zu einem fixen Termin in der Agenda entwickelt.

Die Familie Spring selber brachte gestern acht Fohlen aus eigener Zucht an den Start; drei davon schafften es in die Endrunde. Carola und Tanja Spring hatten an dieser Fohlenschau wie bereits in den letzten Jahren viel zu tun: Routiniert präsentierten die erfahrenen Pferdefrauen ihre eigenen Fohlen und auch einige Freibergerpferde anderer Besitzer. Es ist keine einfache Sache: Das Fohlen soll einen möglichst raumgreifenden, eleganten und taktvollen Trab zeigen und nicht galoppieren.

Organisiert haben die Fohlenschau die Pferdezucht- und Berggenossenschaft Seebezirk und die Pferdezuchtgenossenschaft Broye. Um ihre Fohlen den Richtern in Jeuss präsentieren zu können, müssen die Züchter jedoch nicht Mitglied einer dieser Genossenschaften sein.

Rangliste

Die sieben besten Freiberger Fohlen

1. Luc (Vater: Landlord), 9 (Typ)/8 (Bau)/7(Gang), Jean-Marie Ducry, Russy. 2. Neira de la Vy d’Avenches (Happy-Day), 8/8/8, Gérard Jordan, Domdidier. 3. Capucine de la Vy d’Avenches (Noble Coeur), 8/8/8, Pierre-Yves Jordan, Domdidier. 4. Charlie (Calypso du Padoc), 8/7/8, Jean-Marie Ducry. 5. Fleurette (Landlord), 8/8/7, Jean-Marie Ducry. 6. Cassis du Pré d’Eissy (Calypso du Padoc), 8/7/7, Pierre-Yves Jordan. 7. Hamira (Hélixir), 8/7/7, Bruno Spring, Jeuss.

emu