Misery-Courtion 20.05.2017

Familie aus dem Seebezirk ist für Preis nominiert

Léo und Johanne Mouthon aus Misery-Courtion ­verkauften Fruchtsäfte für bedürftige Kinder. Dafür kriegt die ganze Familie eine Auszeichnung.

Unter dem Motto «Sternenwoche» sammeln Kinder jedes Jahr Geld für bedürftige Kinder. 2016 gingen die Spenden an syrische Flüchtlingskinder im Libanon. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, zeichnet jedes Jahr als Organisatorin die originellsten Ideen zum Spendensammeln aus. In der Kategorie Familie ist dieses Jahr auch die Familie Mouthon aus Cormérod in Misery-Courtion nominiert.

Die Kinder Léo und Johanne haben an einem Samstag selbst gemachte Fruchtsäfte zugunsten der syrischen Kinder verkauft. «Wir freuen uns sehr», erklärt Vater Gaétan. «Es ist schön, auf diese Weise bekannt zu werden.» Die Verkaufsaktion sei eine Idee von Sohn Léo gewesen. «Wir hatten gerade eine neue Fruchtsaftpresse gekauft.» Darauf habe Léo die Idee gehabt, Fruchtsäfte herzustellen, um den syrischen Kindern zu helfen. An einem Samstag hat die Familie gemeinsam die Früchte zerkleinert, gepresst und als Fruchtsaft abgefüllt. Sohn Léo habe am Computer die Etiketten gestaltet.

«Es war ein Projekt der ganzen Familie», sagt Vater Gaétan. Die Kinder hätten die rund 20 bis 30 Flaschen Fruchtsaft für fünf Franken pro Flasche auf der Strasse verkauft. Innert einer Stunde waren die Flaschen bereits verkauft. Rund 120 Franken seien auf diesem Weg zusammengekommen. Dazu hätten die Kinder und die Eltern etwas aus dem Sackgeld beigetragen. «In unserem Dorf kennt man sich. Dementsprechend haben viele unserer Bekannten positiv auf die Aktion unserer Kinder reagiert», so Gaétan Mouthon.

Familie reist nach Zürich

Die Familie Mouthon wird die Gala der Unicef vor Ort im Schauspielhaus Zürich verfolgen. Die Familie sei bereits im März einmal in Zürich gewesen, um einen kleinen Film über ihre Idee zu drehen. «Mit der Aktion lernen die Kinder, Zeit und Energie zu investieren, um anderen zu helfen, die es weniger gut haben im Leben», so Vater Gaétan.