Handball 14.09.2017

Schwierige, aber machbare Aufgaben für die Kadetten

Am Donnerstag starten die Kadetten Schaffhausen mit dem Heimspiel gegen Elverum in die Champions League. Der Schweizer Meister will die Barrage für die Achtelfinal-Qualifikation erreichen.

In der vergangenen Saison durften die Kadetten in der Königsklasse in einer der beiden Premium-Gruppen antreten, trafen sie auf Topteams wie den FC Barcelona, Paris Saint-Germain oder Kiel. Trotz einiger guter Auftritte gewannen die Schaffhauser nur eines der 14 Gruppenspiele und belegten abgeschlagen den letzten Platz. Deshalb wurden sie nun degradiert, sind die Gegner in der Gruppe C mit Ademar Leon (ESP), Skjern (DEN), Gorenje Velenje (SLN), Dinamo Bukarest und Elverum deutlich weniger attraktiv. "Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen", sagte Routinier Manuel Liniger. Das Ziel sei, sich sportlich über das Weiterkommen wieder für die oberen Gruppen zu empfehlen.

Dafür ist einer der ersten beiden Ränge erforderlich. Diese berechtigen zur Teilnahme an der Barrage, in der die letzten beiden Plätze in den Achtelfinals ausgespielt werden. Liniger stuft die Gruppe als extrem ausgeglichen ein, für ihn gibt es keinen Favoriten. "Alle Mannschaften besitzen grosse Qualitäten", so Liniger. "Vom ersten bis letzten Platz ist alles möglich. Ich bin jedoch überzeugt, dass wir gute Chancen auf einen der ersten zwei Ränge haben, wenn wir unsere Leistung bringen. Es sind alle schlagbar für uns, was das Ganze sehr interessant macht."

"Alles andere als 100 Prozent reicht nicht"

Insofern sind für Liniger die Heimspiele besonders wichtig. Ein Fehlstart gegen Elverum soll mit allen Mitteln vermieden werden. Ohnehin haben die Kadetten mit den Norwegern noch eine Rechnung offen. Als sie vor zwei Jahren ebenfalls in den schwächeren Gruppen eingeteilt waren, trafen sie zum Auftakt auch auf Elverum und verloren nach einem Gegentor eine Sekunde vor Schluss 30:31. Nach drei Spielen hatten die Schaffhauser nur einen Punkt auf dem Konto. Diese Hypothek wog zu schwer; am Ende schaute der 3. Rang heraus. "Das war eine Lehre", sagte Liniger. "Viele Spieler waren damals schon dabei. Wir wissen alle, um was es geht, dass wir jeden Gegner seriös angehen müssen."

Seine Mannschaft stuft der kürzlich aus der Nationalmannschaft zurückgetretene linke Flügel im Vergleich zum Vorjahr als stärker ein. "Vorne und hinten ist einiges an Potenzial dazugekommen", sagte Liniger. Der Auftakt in die Saison ist den Kadetten auf jeden Fall geglückt. Im Supercup beispielsweise liessen sie Wacker Thun beim 28:21 keine Chance. "Wir sind schon relativ weit, es braucht allerdings noch Zeit, bis sämtliche Automatismen funktionieren." Zudem ist sich Liniger bewusst, dass es am Donnerstag nochmals "eine Stufe schwieriger wird. Alles andere als 100 Prozent reicht nicht."

sda Sport