Inspiration 13.10.2017

Röbi Koller liess sich von Zugfahrten ins Tessin inspirieren

Mit "Umwege" legt der TV-Moderator Röbi Koller so etwas wie eine Autobiografie vor. Ein grosser Teil davon entstand im Zug ins Tessin und wieder zurück. Oft blieb er nur eine Stunde im Sonnenkanton, um einzukaufen und einen Espresso zu trinken.

"Ja, ich fuhr nach Lugano, nur um für ein Nachtessen die Zutaten einzukaufen. Salami, Pilze, Pasta. Auf der Hin- und Rückreise schrieb ich jeweils an meinem Buch", erzählte der "Happy Day"-Moderator dem Portal "bluewin.ch". Das sei allerdings noch auf der alten Strecke gewesen. Auf der neuen, schnelleren fühle er sich weniger wohl. "Es herrscht eine unwirtliche Atmosphäre im Zug. Es ist laut und vibriert".

Geplant war eigentlich nicht eine Autobiografie, sondern ein Buch mit Taxi-Reportagen. Koller verdiente als junger Mann in Zug sein Geld als Taxifahrer, wie er auch der "Schweizer Familie" erzählte. Für sein Buchprojekt machte er dann vor zwei Jahren die Taxi-Lizenz für die Stadt Zürich. Doch die Zeiten haben sich geändert, Geschichten werden heute in Taxis nicht mehr ausgetauscht, "die Menschen reden kaum noch, starren auf ihr Handy".

Und so ist es dann ein Buch geworden über sein Leben, das - so der Titel - "Umwege" genommen hat, sowie gemäss Untertitel "Höhenflüge, Abstecher und Sackgassen". Das letzte Kapitel heisst "Die letzte Reise", denn Berührungsangst mit dem Thema Tod scheint Koller, der an schmerzhaftem, chronischem Morbus Bechterew leidet, nicht zu haben. "Ich sammle sogar Todesanzeigen", sagte er der "Schweizer Familie". Gegenüber "bluewin.ch" ergänzte er: "Geburtsanzeigen sammle ich übrigens auch".

SDA