12.04.2017

Zukunftsgedanken für den Kanton Freiburg

«Steiert plant das Freiburg des Jahres 2015» – FN vom 4. April 2017

Es ist erfreulich und für die Bevölkerung wertvoll zu wissen, dass sich ein neu gewählter Staatsrat mit dem Ist-Zustand seines Departements und über die Bilanz seiner ersten 100 Tage in der Kantonsregierung auseinandersetzt. Dies tat Jean-François Steiert kürzlich an einer Pressekonferenz sehr eindrücklich! Als kurz-, mittel- und langfristige Visionen, Strategien und Herausforderungen erachtet er die folgenden Bereiche als prioritär für den Kanton Freiburg: Ausarbeiten eines Richtplanes als zentrales Dossier der ganzen Kantonsregierung für die Jahre 2030, 2040 und 2050, Vorantreiben eines soliden Wirtschaftswachstums, damit die Jungen in Freiburg nach der Ausbildung auch Arbeitsplätze vorfinden, sowie eine kohärente und nachhaltige Siedlungsentwicklung durch verdichtetes Bauen. Wirklich ambitiöse, weitsichtige und anspruchsvolle Überlegungen und Zielsetzungen!

Steiert hat schon als Nationalrat vor seiner Wahl in den Staatsrat über eine mögliche wirtschaftliche Zukunftsentwicklung im Kanton und im Sensebezirk in der FN-Ausgabe vom 14. Oktober 2016 Folgendes gesagt: «Die Firma Comet in Flamatt ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir Wissen in Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Arbeitsplätze umwandeln. Wir brauchen mehr Arbeitsplätze, denn viele Leute, die in Freiburg eine gute Ausbildung geniessen, würden später mangels Angebot in Freiburg in einem anderen Kanton arbeiten.» Eine Möglichkeit für den Sensebezirk sieht er entlang der Bahnlinie. Steiert hat also damals die wirtschaftliche Situation mit überdurchschnittlich vielen Pendlern im Sensebezirk viel realistischer beurteilt als der damalige Oberamtmann des Sensebezirks.

Mit seinen oben erwähnten Äusserungen als Nationalrat im Oktober 2016 und jetzt nach 100 Tagen als Staatsrat hat Steiert sowohl die freiburgische Bevölkerung als auch die Gemeinde-,

Bezirks- und Kantonspolitiker auf die zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht. Behördemitglieder, Volksvertreter, aber auch Wirtschaftsexponenten sollen mithelfen, zukunftsorientierte Visionen, Strategien und Massnahmen zu entwickeln. Innovation und nachhaltiges Wachstum sind kantonsweit gefragt. Kantonale und regionale Entwicklungskonzepte anstelle von kommunalen sind in Zusammenarbeit mit der Agglomeration Freiburg wichtig!

Joseph Zosso, Schmitten