14.02.2018

Schulzeit ohne Lager darf nicht sein

«Schulreisen, Sportlager und kulturelle Schulanlässe stehen auf der Kippe» – FN vom 31. Januar 2018

«Erinnerst du dich noch ans Klassenlager im ersten Jahr der Orientierungsschule?» Solche Sätze könnte man in Zukunft weniger hören. Mit dem Bundesgerichtsentscheid vom Dezember 2017 stellt sich die Frage, wie man nun Lager und Ausflüge finanzieren wird. Da die Schule kein Geld mehr von den Eltern verlangen darf, stehen all die Aktivitäten auf wackeligen Beinen. Doch sind es nicht genau diese Erlebnisse, an die wir uns am liebsten erinnern? Unsere Klasse hat sich einige Gedanken darüber gemacht.

Da die Familien und Lehrpersonen schulische Aktivitäten schätzen, suchen Gemeinden mit den Schulleitern nach möglichen Lösungen. Dabei gilt es zu beachten, dass auch Schüler mit bescheidenen finanziellen Verhältnissen an den Aktivitäten teilnehmen können. Eine freiwillige Bezahlung erfüllt somit die Anforderung von Chancengleichheit nicht. Bisher konnten für solche Fälle immer Lösungen gefunden werden, sei dies mit Gemeinden oder öffentlichen Organisationen. Wir würden sogar ausserschulisch Geld auftreiben, nur um die Ausflüge durchführen zu können. Denn führt man diese durch, so profitiert man in vielerlei Hinsichten. Man gewinnt an Selbständigkeit und pflegt seine sozialen Kontakte. Dies stärkt das Gemeinschaftsgefühl der Klasse. Ausserdem können Schüler und Begleiter ihre Persönlichkeit weiterentwickeln.

Nebst all dem wird an den motorischen Fähigkeiten gearbeitet, zum Beispiel an den Skitagen. Werden zukünftig die schulischen Ausflüge gestrichen, so würden all die positiven Einflüsse wegfallen. Die Schule würde nur noch aus kopflastigem Lernen bestehen. Wir fänden das extrem schade und traurig. In diesem Jahr werden wir die OS beenden, und es ist geplant, mit den

Abschlussklassen der OS Gurmels in ein Lager zu gehen. Darauf freuen wir uns schon seit langem. Da werden viele Erinnerungen geschaffen, Freundschaften gestärkt und ein letztes Zusammensein

der Klasse genossen. Wir hoffen von ganzem Herzen, dass schnell ein Lösungsweg gefunden wird, so dass auch in Zukunft Erinnerungen durch solche Erlebnisse entstehen können.

«Ohne Ausflüge würde die Schule nur noch aus kopf­lastigem Lernen bestehen. Wir fänden das schade.»