07.09.2017

Pro: Die soziale Sicherheit künftiger Generationen

Meinungsbeitrag zur Abstimmung vom 24. September über die Altersreform 2020

Unsere Vorfahren haben vor 70 Jahren mit der Schaffung der AHV viel Mut und Solidarität bewiesen. Dank der AHV und den Ergänzungsleistungen und später der beruflichen Vorsorge konnte die Armut im Alter bedeutsam verringert werden. Wir wissen aber seit langem, dass Reformen notwendig sind, um das System der demografischen Entwicklung und der erfreulich verlängerten Lebenserwartung anzupassen. Aber alle Versuche der letzten zehn Jahre wurden entweder vom Parlament oder vom Volk abgelehnt. Die Reform, die nun am 24. September dem Stimmvolk vorgelegt wird, ist endlich das Resultat einer sachlichen Analyse der Situation, der mittel- und langfristigen Entwicklung und einer langwierigen Suche nach einem ausgewogenen Projekt.

Dass der vom Parlament ausgehandelte Kompromissvorschlag nicht in allen Punkten allen gefällt, liegt in der Sache. Die Reform kann aber nicht gelingen, wenn nicht alle bereit sind, im Interesse des Ziels – nämlich der Sicherheit unserer Altersvorsorge – auch einen Beitrag zu leisten. Ich will heute das Jahrhundertwerk zur sozialen Sicherheit unserer Vorfahren nicht in Gefahr bringen, nur weil mir das eine oder andere Element nicht gefällt. Auch die zukünftigen Generationen sollen von unserem bewährten System der Altersvorsorge profitieren können. Nach sorgfältiger Abwägung aller Vor- und Nachteile stimme ich deshalb aus voller Überzeugung zwei Mal Ja.