19.12.2017

Positive Erfahrungen mit dem Spital HFR

Meinungsbeitrag zu Leserbriefen über die Sprachenproblematik am Freiburger Spital HFR

Am 20. November musste ich notfallmässig mit der Ambulanz vom Spital Tafers ins Kantonsspital Freiburg, da ab 18 Uhr in Tafers leider nicht mehr operiert wird. In der Notfallstation wurde ich sehr freundlich von einer Deutsch sprechenden Krankenschwester in Empfang genommen. Auch der zuständige Arzt war ein Deutschschweizer. Bloss die Narkoseärztin sprach nur Französisch, aber es wurde mir alles übersetzt. Während der Operation unter Teilnarkose wurde ich von deutschsprachigen Mitarbeitern betreut. Das gesamte Personal, mit einer Ausnahme, hat Dialekt oder Hochdeutsch gesprochen während meinem dreitägigen Aufenthalt. Sobald die französischsprechenden Pflegerinnen/Pfleger merkten, dass ich Französisch sehr schlecht verstehe und spreche, wechselten sie ins Hochdeutsche oder holten einen Übersetzer. Auch zwei Wochen später bei meiner nächsten Operation habe ich nur Positives erlebt. Die meisten Ärzte sprachen Deutsch und das Pflegepersonal, falls nicht deutscher Muttersprache, war bemüht, mit mir deutsch zu sprechen. Ich hatte kein Problem wegen der Verständigung. Meine Bilanz betreffend Sprache und Pflege im Kantonsspital fällt sehr positiv aus. Ich empfehle allen Senslern, für ihre Operationen vermehrt ins Kantonsspital zu gehen. Wir müssen uns bemühen, mit den Romands Hochdeutsch zu sprechen, so verstehen sie uns besser und haben weniger Hemmungen, mit uns deutsch zu sprechen. Ein herzliches Danke an alle vom Kantonsspital für die gute Betreuung!

Monika Müller, St. Ursen