15.11.2017

ÖV-Frust mindert die Reiselust

«Reisende können künftig doch zu gedrucktem Kursbuch greifen» – FN vom 1. September

Die Schweizerischen ÖV-Fahrpläne (das blaue und die zwei gelben Kursbücher) sollen nicht mehr in Papierform erhältlich sein, weil unrentabel. Der einzige Lichtblick gibt der VCS, der sich nun entschieden hat, trotz allem noch das blaue SBB-Kursbuch zu drucken.

Als ich erfuhr, dass die Kursbücher nicht mehr gedruckt werden, fielen mir in meiner ersten Wut und Enttäuschung viele böse Worte ein wie Willkür, Frechheit und so weiter. Sicher gäbe es mehr als genug Leute, die gewillt wären, einen höheren Preis für Kursbücher zu bezahlen und so das leidige PC-Gefummel zu umgehen. Irgendwie passt das Ganze auch nicht so recht zu all den euphorischen ÖV-Reiseberichten in der Presse. Wird weniger gedruckt, gehen auch Buchdruckereien und Buchbindereien zugrunde, samt den schweizerischen Papierherstellungsfabriken.

Und was macht man jetzt? Autofahren statt mit dem ÖV? Oder private Car-Fahrten buchen, wie beispielsweise mit dem Flexi-Bus und anderen ausländischen ÖV-Konkurrenten? Oder doch wieder die Kursbücher drucken lassen? Oder muss ich mich auf meine alten Tage doch noch mit diesem «app(ligen) Gefummel» herumärgern?