10.01.2018

Eine Deutschschweizer Kandidatur für den Staatsrat

Meinungsbeitrag zu den Ersatzwahlen in den Staatsrat vom 4. März

Im 2017 kündigte Marie Garnier ihren Rücktritt an. Wir erhalten so die Chance, eine Frau oder einen Mann der Muttersprache Deutsch zu wählen. Erinnern wir uns: Als die «Freiburger Nachrichten» den «Murtenbieter» und den «Kerzers Anzeiger» übernahmen, war die Reaktion im ersten Moment: Oh, nein. Heute sind wir froh darüber. In der heutigen Zeit heiraten wir ja auch unter Reformierten und Katholiken. Im Grossen und Ganzen geht das sehr gut, und wir vermischen uns. Warum sollten also der Seebezirk und der Sensebezirk bei den Ersatzwahlen in den Staatsrat nicht auch zusammen eine fähige Kandidatin oder einen fähigen Kandidaten finden? Wenn wir zusammen die beste Frau oder den besten Mann aussuchen und die Bürger an die Urne bringen, schaffen wir es, den frei gewordenen Sitz in unsere Bezirke zu holen. Die Schiffenenstaumauer war bis jetzt eine unsichtbare Barriere. Öffnen wir die Barriere und gehen zusammen diesen neuen Weg.

Nun, liebe Bürger, Parteien, Politiker: vorwärts, marsch. Denken wir doch nur an das Jahr 2017. In Wünnewil und im ganzen Sensebezirk feierten wir unseren Grossratspräsidenten. Gleich darauf feierten wir in Murten, im schönen Seebezirk, den Grossratspräsidenten 2018. Die Leute waren sehr stolz und glücklich. Solche Momente schweissen uns zusammen. Ich nenne das lebende Demokratie. Wir brauchen wieder mehr solche herzergreifende Momente.

Also, packen wir es an und feiern wir bald unsere Staatsrätin oder unseren Staatsrat.

«Die Schiffenen­staumauer war bis jetzt eine unsichtbare Barriere. Öffnen wir die Barriere und gehen zusammen diesen neuen Weg.»