17.06.2017

Die Post und der Monopolmissbrauch

Meinungsbeitrag zum Geschäftsgebaren der Schweizer Post

In La Sagne (Jura) mutet die Post einem Kunden zu, dass er jeden Tag seine Post 2 km weit abholen muss. Darüber berichtete das Schweizer Fernsehen in der Sendung 10 vor 10. Das heisst konkret, dass der Kunde jeden Tag sein Auto nehmen muss, um seine Zeitung abzuholen. Diese Geschäftspolitik wird auch durchgesetzt, wenn der Briefkasten mehr als sieben Meter von der Parzellengrenze entfernt ist. Das heisst, der Postempfänger muss seine Zeitung bei Wind und Schnee mit Regenschirm und guten Schuhen jeden Tag vielleicht 20 bis 50 Meter weit abholen, weil das Auto der Post diese Strecke nicht fahren will. Dazu kommt noch, dass die Versetzung des Briefkastens dem Postempfänger circa 700 Franken Kosten verursacht. Kein privates Unternehmen könnte sich einen so schlechten Kundendienst leisten. Das geht nur mit Monopolmissbrauch. Die Post hat die Möglichkeit, ihre Kosten zu verrechnen, sie hat keine billigere Konkurrenz. Post: Bitte diese absurde Haltung überprüfen. Danke.