13.09.2017

Den Reformstau aufbrechen

Meinungsbeitrag zur Abstimmung vom 24. September über die Reform der Altersvorsorge 2020

Die Rentenreform 2020, über die wir am 24. September abstimmen, verdient zwei überzeugte Ja. Sie ist eines der wichtigsten Reformprojekte der letzten Jahrzehnte und ein entscheidender Schritt in die Richtung einer nachhaltigen und sicheren Altersvorsorge. Das Parlament hat einen ausgewogenen Kompromiss ausgearbeitet, der die drohenden Milliardendefizite in der AHV abwendet und gleichzeitig das Rentenniveau sichert. Anders als von den Gegnern behauptet, wurden dabei die Interessen aller Generationen angemessen berücksichtigt. Die aktuellen Rentnerinnen und Rentner sind von der Senkung des Umwandlungssatzes in der zweiten Säule nicht betroffen. Für die heute Berufstätigen sind Kompensationsmassnahmen vorgesehen, die es erlauben, das Rentenniveau langfristig zu sichern.

In den letzten Wochen wurde von den Gegnern immer wieder auf einen «Plan B» verwiesen, der bei einem Scheitern der Vorlage in kurzer Zeit umgesetzt werden könnte. Angesichts der Komplexität der Reform ist dies nicht nur unehrlich, sondern auch in höchstem Mass unverantwortlich. Seit mehr als zwanzig Jahren wurden alle Einzelprojekte (AHV-Reformen und Senkung des Umwandlungssatzes) vom Stimmvolk massiv abgelehnt. Um die Stabilität der Altersvorsorge zu garantieren, ist es höchste Zeit, nun endlich einen Schritt nach vorne zu machen und mit dieser vernünftigen und ausgewogenen Kompromisslösung den Reformstau aufzubrechen. Nur zwei Ja am 24. September erlauben es uns, die Altersvorsorge auf die zukünftigen Herausforderungen auszurichten und die Renten von heute und morgen zu sichern sowie rechtzeitig weitere Reformen zu ermöglichen.