08.09.2017

Altersvorsorge in Würde und Anstand regeln

«Erhöhung des Rentenalters ist für Schweizer tabu» – FN vom 6. September

Gemäss einer von GFS Zürich durchgeführten Umfrage, die in den «Freiburger Nachrichten» nachzulesen war, können sich nur 30 Prozent der aktiv Versicherten eine Anhebung des Rentenalters vorstellen. Dies sollten die Gegner der Rentenreform 2020 zur Kenntnis nehmen, wenn sie – nach einer allfälligen Ablehnung – mit ihrem Plan B das Referenzalter 67 anstreben.

Die Rentenreform 2020 sieht neben dem Referenzalter von 65 ein flexibles Rentenalter von 62 bis 70 Jahre vor. Wer will und kann, soll früher oder eben später in Pension gehen. Das ist ein Fortschritt gegenüber der heutigen Regelung. Gewiss, die Rentenreform ist komplex. Nicht alle sind gleich betroffen. Und sowohl bei einem Ja als auch bei ei­ nem Nein sind Kröten zu schlucken.

Unangebracht ist dennoch, wenn einzelne Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt werden. Die Altersvorsorge sollte für Jung und Alt, für Mann und Frau mit Würde und Anstand geregelt werden. Die Vorlage, über die wir am 24. September abstimmen, zielt in diese Richtung.