Leichtathletik 25.04.2017

Kempf und Zahno dominieren in Tafers

Über 700 Teilnehmer starteten bei besten Bedingungen am vierten Sensler Frühlingslauf in Tafers.
An der vierten Ausgabe des Sensler Frühlingslaufs siegten Andreas Kempf und Regula Zahno überlegen. Insgesamt 723 Läuferinnen und Läufer nahmen am vom LAT Sense organisierten Wettkampf teil.

Nach der ersten Runde der insgesamt 12,6 Kilometer langen Laufstrecke des Sensler Frühlingslaufs, der am Samstag in Tafers stattgefunden hat, liefen Andreas Kempf (TSV Düdingen), Adrian Jenny (Team Mahu) und Jari Piller (TSV Düdingen) noch nahe beieinander. «Kempf sollte eigentlich einen schnelleren Rhythmus rennen können», kommentierte der Speaker. Bei diesen Worten zog der Vorjahressieger Kempf sofort von dannen – auch wenn er später im Ziel sagte, er habe den Kommentar gar nicht gehört.

Ein gelungener Test

Am Ende war Andreas Kempf mit 42:22 Minuten fast eine Minute schneller als Jenny, der in der Kategorie M30 siegte. Jari Piller, nach Kempf Zweiter bei den M20, hatte einen Rückstand von 1:34 Minuten. Erstaunlich ist Kempfs Sieg nicht, da er deutlich mehr in den Laufsport investiert als Jenny und Piller. «Ich kann umfangreicher trainieren und habe mehr Zeit für die Erholung», sagte Kempf. Dennoch war der erfolgreiche Lauf am Samstag für ihn nicht selbstverständlich: Aufgrund eines Virus war er drei Wochen lang krank gewesen und hatte gar nicht trainieren können. «Ich bin jetzt seit drei Wochen wieder im Training, der Test heute ist gelungen.» Als Nächstes steht bei Kempf der Altstadt-GP in Bern an, anschliessend möchte er den Freiburger Rekord über 5000 Meter auf der Bahn von Rolf Rüfenacht knacken. «Wegen des Virus muss ich jetzt vielleicht etwas zurückbuchstabieren.»

Sehr zufrieden mit seinem Rennen zeigte sich Adrian Jenny. «Ich habe mich gut gefühlt, und in der ersten Runde konnte ich davon profitieren, im Windschatten von Kempf zu laufen.» Jenny wird als Nächstes am Grand Prix von Bern starten. Seine weiteren Ziele sind die Titelverteidigung am Freiburger Volkslaufcup sowie der Murtenlauf im Oktober.

Inge Jenny noch verkrampft

Noch nicht an den Murtenlauf denkt Regula Zahno (TSV Rechthalten), welche die 12,6 Kilometer in der Zeit von 49:39 Minuten zurücklegte und damit ihr x-tes Rennen für sich entscheiden konnte. «Ich mache, worauf ich Lust habe. Mein Hauptziel ist es, gesund zu bleiben», sagte die 45-Jährige. Das Siegen mache ihr jedoch weiterhin Spass, zumal von den «Jungen» kaum jemand nachkomme.

Hinter Zahno lief Inge Jenny (TSV Düdingen Mahu) in 50:48 Minuten ins Ziel und war damit Gewinnerin in der Kategorie F30. Es war ihr erstes Rennen nach einer zweiwöchigen, durch die Grippe bedingten Pause. «Es ging nicht schlecht, aber ich bin noch etwas verkrampft gelaufen.» Sie hoffe, dass sie in zwei Wochen müheloser rennen könne: Am Halbmarathon in Genf will sie ihre persönliche Bestzeit von 1:24 Stunden unterbieten.

Dritte Frau und Siegerin bei den F20 wurde Isabell Keller (LAT Sense) in 51:33 Minuten. Sie absolviert erst seit kurzem Wettkämpfe und könnte in dieser Saison noch für einige Überraschungen sorgen.

«Ich mache, worauf ich Lust habe. Mein Hauptziel ist, gesund zu bleiben.»

Regula Zahno

Siegerin Frühlingslauf

Sensler Frühlingslauf

Vierte Austragung war mit über 700 Teilnehmern ein Erfolg

Den vierten Sensler Frühlingslauf in Tafers absol­vierten insgesamt 723 Läuferinnen und Läufer bei angenehmen Bedingungen. Die Teilnehmerzahl lag damit unter den 1021 Klassierten vom vergangenen Jahr – damals waren aber ausnahmsweise rund 300 Schülerinnen und Schüler der OS Tafers gestartet. «Wir haben mit rund 700 Teilnehmern gerechnet und sind jetzt sehr zufrieden», sagte René Waeber, Präsident des Organisationskomitees. Der Lauf zählte zum Freiburger Volkslaufcup und zum Masters Laufcup. Daneben gab es wie jedes Jahr ein spezielles Rennen für Menschen mit einer Behinderung.

Vor den vier Ausgaben in Tafers war René Waeber mit dem LAT Sense bereits elf Mal für die Organisation des Freiburger Altstadtlaufs verantwortlich gewesen. Nun übergibt er das Zepter an Michel Guillebeau, der ab der kommenden Ausgabe OK-Präsident sein wird.

mir