Leichtathletik 16.01.2018

Burton und Stutz siegen in Düdingen

Neil Burton (rechts) hatte nach der Zerrung von Tefera Mekonen (links) leichtes Spiel.
Beim Düdinger Cross profitierte Neil Burton vom LC Basel von einer Verletzung des zuvor führenden Äthiopiers Tefera Mekonen (TV Länggasse Bern). Bei den Frauen siegte die Luzernerin Flavia Stutz (LR Gettnau) überlegen.

Nach dem überlegenen Sieg vor Jahresfrist des Berglauf-Weltmeisters Joseph Gray aus Colorado Springs/USA wurde heuer mit dem Erfolg des letztjährigen Dritten Tefera Mekonen, Sieger des Freiburger Halbmarathons 2007, gerechnet. Der Äthiopier gab auf der 9300 Meter langen Strecke vor Neil Burton, Sieger des Basler Halbmarathons im letzten Herbst, den Ton an. Nach der dritten von neun Runden geschah es aber: Mekonen zog sich eine Zerrung im linken Unterschenkel zu und musste Burton ziehen lassen. In der Schlussrunde wurde er gar noch vom Thuner OL-Läufer Joey Hadorn überspurtet und belegte so erneut Platz 3. Für den momentan arbeitslosen Landwirt Mekonen ist diese Verletzung ein herber Rückschlag, denn er bestreitet in der ganzen Schweiz Wettkämpfe und lebt von den Siegerprämien. Entsprechend meinte er niedergeschlagen: «Ich weiss nicht wie es weitergeht, denn mit diesen starken Schmerzen kann ich nicht laufen.»

Starke Freiburger

So belegte Joey Hadorn von All Blacks Thun überraschend den zweiten Rang: «Ich habe schon festgestellt, dass Tefera Probleme hatte, denn sonst wäre es mir nicht so leicht gefallen, ihn in der Schlussrunde zu überholen.» Bei den All Blacks absolviert Hadorn momentan das Wintertraining jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag. Sein grosses Ziel ist die kommende EM im Orientierungslauf im Tessin, wofür er sich qualifizieren will.

Vor Jahresfrist belegte der für den TSV Düdingen startende Freiburger Gymnasiallehrer Jari Piller den guten sechsten Rang. Nun reichte es gar zu Platz 4. «Für dieses Jahr habe ich mir noch keine festen Ziele vorgenommen. Ich werde aber weiter regelmässig trainieren und Wettkämpfe nach Lust und Laune bestreiten», meinte der talentierte Läufer.

Ein starkes Rennen lief der 39-jährige Düdinger Adrian Jenny, denn den ausgezeichneten sechsten Schlussrang hatte er sich selber nicht zugetraut: «Ich habe meine Trainingseinheiten stark zurückgeschraubt. Neben dem Murtenlauf werde ich nur den Bösingenlauf und den Kerzerslauf absolvieren. In Bösingen hoffe ich, dass Seriensieger und Swisspilot Ma­thys nicht am Start ist. Eventuell starte ich am Lausanne-Marathon.» Weitere Freiburger klassierten sich ausgezeichnet: Ismail Abdirisak (Somalia/TSV Düdingen) wurde Achter, Erich Huber (LAT Sense) Neunter und Romain Juillerat (CS Le Mouret) Zehnter.

Düdingen scheint ein gutes Pflaster für die Frauen der LS Gettnau aus dem Luzerner Hinterland im Berner Oberaargau zu sein.

Gettnauerinnen fühlen sich zu Hause

Vor Jahresfrist siegte Yvonne Kägi, und heuer war es Flavia Stutz. Platz zwei belegte Nicole Egger von der LV Langenthal. Beste Freiburgerin war erneut Inge Jenny (TSV Düdingen), die vor Jahresfrist Platz 4 bei der der Elite belegt hatte. Heuer gewann sie erstmals die Kategorie F 40 hochüberlegen vor Joanna Martignoni aus Farvagny. In der Gesamtrangliste der Frauen über 5300 Meter belegte sie Platz 8. Nicht am Start war die angemeldete Favoritin Martina Tresch von der GG Bern, die vor zwei Jahren den Freiburger Halbmarathon in Courtepin überlegen gewonnen hatte. Stark liefen weitere Freiburgerinnen: Theres Heimlicher (LAT Sense) wurde Neunte, Delphine Marmy (Farvagny) Zehnte und Isabelle Gingrat (LAT Sense) Elfte.