Bern 13.11.2017

Fremdsprachen in der Berufsbildung

Der Bundesrat hat einen Bericht zur Förderung des Fremdsprachenerwerbs in der ­Berufsbildung genehmigt. Er erfüllt damit ein Postulat von Christine Bulliard-Marbach.

Laut dem vom Bundesrat genehmigten Bericht trägt eine verstärkte Fremdsprachenförderung dazu bei, Jugendliche bestmöglich für den Arbeitsmarkt zu rüsten. Dazu gehört auch, dass die erworbenen Kompetenzen am Ende der Ausbildung einheitlich und verständlich ausgewiesen werden. Dies schreibt das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation.

Die Freiburger Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach (CVP) hatte 2014 mit einem Postulat den Anstoss zu diesem Bericht gegeben. Mit der Verabschiedung des Berichts des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung setze sich der Bundesrat für eine Verstärkung dieser Förderung ein. Diese ist seit 2011 Bestandteil der gemeinsamen Arbeiten von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt zur Weiterentwicklung der Berufsbildung. Anstrengungen laufen beispielsweise im Bereich der Sprachaustausche, des bilingualen Unterrichts oder mittels der Projektförderung des Bundes.

Bericht mit Empfehlungen

Der Bericht bietet einen Überblick über die heutige Praxis und leitet Empfehlungen für deren Weiterentwicklung ab. Diese orientieren sich an den bisherigen partnerschaftlichen Arbeiten und berücksichtigen die Herausforderungen, mit denen sich die Berufsbildung konfrontiert sieht. Ziel ist es, mehr Lernende zum Fremdsprachenerwerb zu motivieren, die Absolventinnen und Absolventen optimal für den Arbeitsmarkt vorzubereiten und den Nachweis der erworbenen Fremdsprachenkompetenzen möglichst standardisiert, einfach und aussagekräftig zu gewährleisten, heisst es im Communiqué.

Möglichst viele erreichen

Demnach sollen alle Akteure ihre Anstrengungen intensivieren, bestehende Angebote erweitern und die Jugendlichen anspornen, diese auch in Anspruch zu nehmen. Dazu gehören der zweisprachige Unterricht, die mehrsprachige Berufsmaturität und sprachliche Freikurse an Berufsfachschulen. Um möglichst viele Jugendliche zu erreichen, sei darauf hinzuwirken, dass Fremdsprachenunterricht in immer mehr beruflichen Grundbildungen obligatorisch wird.

uh