Freiburg 13.09.2017

Jährlicher Einsatz für Zweisprachigkeit

Sprachen vereinen: Der Tag der Zweisprachigkeit will deutsch- und französischsprechende Freiburger zusammenbringen.
Rund um den Tag der Zweisprachigkeit finden auch dieses Jahr wieder verschiedene Veranstaltungen und Workshops statt. Die Freiburgerinnen und Freiburger können zum Beispiel einen Tandempartner suchen.

In den letzten Jahren war das Forum der Zweisprachigkeit mit Sitz in Biel an den Freiburger Tagen der Zweisprachigkeit jeweils mit einem Stand vertreten. Dieses Jahr ist die Stiftung, welche die Sprachverständigung fördert, fester Bestandteil des Programms: Freiburgerinnen und Freiburger können Sprachtandems bilden. «Uns liegt es am Herzen, nicht nur einen sprachlichen, sondern auch einen kulturellen Austausch zu fördern», sagte Geschäftsführerin Virginie Borel an der gestrigen Medienkonferenz zum Tag der Zweisprachigkeit in Freiburg.

Langfristige Beziehungen

Am 26. September findet im Grenette-Saal eine Art Speed-Dating für Sprachinteressierte statt. Nach einer kurzen Einführung des Forums für Zweisprachigkeit können die Teilnehmer auf die Suche nach einem passenden Tandempartner gehen. «Zu Beginn sind die meisten etwas schüchtern, doch mit ein wenig Unterstützung unsererseits ist die Hemmschwelle bald einmal überwunden», so Borel. Um das Tandemtreffen organisatorisch einfacher zu gestalten, ist für die kostenlose Teilnahme eine Online-Anmeldung auf www.zweisprachigkeit.ch Pflicht. Jeder Anwesende erhält ein Namensschild mit den Angaben, welche Sprache er anbietet und welche er verbessern möchte. Borel betont, dass sich jedes Tandempärchen danach pflichtbewusst bemühen sollte, sich während sechs Monaten regelmässig zu treffen. «Jede Person, egal, welches Sprachniveau sie hat, darf an diesem Projekt teilnehmen. Wichtig ist, dass die Kommunikation fleissig gepflegt wird», so Borel. Seit mehreren Jahren hat das Forum in Biel Erfolg mit den Sprachtandems. Das Projekt stelle keine Konkurrenz zu Sprachschulen dar, sondern solle den Lernprozess unterstützen. «Wir arbeiten mit verschiedenen Sprachschulen zusammen, die dieses Projekt als willkommene Ergänzung betrachten», sagt Borel.

«Rendez-vous Bilingue»

Jedes Jahr am 26. September findet der europäische Tag der Sprachen statt. Anlässlich dieses kontinentalen Events wurde 2015 auf Initiative des Jugendrates vom Grossen Rat der Tag der Zweisprachigkeit eingeführt. Institutionen, Unternehmen, Organisationen und Vereine werden am Samstag, 23. September, mit Ständen in der Romontgasse am «Rendez-vous Bilingue» vertreten sein. «Es ist spannend zu sehen, wie die Zweisprachigkeit bei den unterschiedlichen Akteuren zum Einsatz kommt und welche Wichtigkeit sie einnimmt», sagt Bernhard Altermatt, Präsident des Forums Partnersprachen Freiburg. Übersetzer des Staates werden auch vor Ort sein. Staatsrätin Marie Garnier (Grüne), Direktorin der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft, fügt an: «Im Staatsrat müssen die umfangreichen Dokumente schnell übersetzt werden. Es ist beeindruckend, wie effizient die Übersetzerinnen und Übersetzer ihren Job verrichten.» Auch musikalisch wird zweisprachig unterhalten: Die Freiburger Band Michael Beer & the Spaceships, das bernisch-waadtländische Duo Moitié-Moitié und der Musiker Gustav mit Trio sorgen für Unterhaltung. Gustav wird den Tag als Anlass nehmen, um sein zweisprachiges Musikprojekt, die «Gustav Akademie», vorzustellen (die FN berichteten).

Programm

Die Veranstaltungen im Überblick

«Rendez-vous Bilingue»: 23. Sept.: Stände und Unterhaltung in der Romontgasse.

Kollegium Heilig Kreuz: vom 25. Sept. bis 29. Sept.: zweisprachige Kurse für alle Freiburger Bürger, Familien und Freunde der Schülerinnen und Schüler.

Kollegium des Südens: 27. Sept.: Präsentation über das zweisprachige Angebot des Kollegiums für Schülerinnen und Schüler des ersten Jahres.

Kollegium St. Michael: 27. Sept.: Besuche bei Orientierungsschulen.

Kollegium Gambach: 26. Sept.: ausschliesslich zweisprachige Klassenformation, Radio Gambach live dabei, zweisprachige Schoolband gibt ein Konzert.

Mehr Infos: www.fri2frei.ch