Freiburg 09.01.2018

Die Stadt Freiburg rollt der IG Grenette den Teppich aus

Freiburg hat ein vitales Interesse am Ausbau des Grenette-Parkings im Burg­quartier. Mit raum­planerischen Massnahmen will die Stadt der Immo­biliengesellschaft die Ent-­ scheidung leichter machen.

Seit über einem Jahrzehnt wird in der Stadt Freiburg davon gesprochen, dass das Parkhaus Grenette auf dem Liebfrauenplatz ausgebaut werden soll. Es wurden verschiedene Ideen herumgeboten, ein konkretes Projekt der Immobiliengesellschaft Grenette aus dem Jahr 2005 wurde bis zum heutigen Tag nicht realisiert. Mit der geplanten Aufwertung des Burgquartiers gewinnt die Ausbaufrage aber wieder an Bedeutung. Denn die aktuellen Pläne sehen die Aufhebung von über 70 oberflächlichen Parkplätzen rund um die Kathedrale und den Ulmenplatz vor. Weil ihre Verlegung auf die andere Seite der Saane insbesondere bei den Gewerbetreibenden für Unmut sorgt, steht der Gemeinderat unter dem politischen Druck, Alternativen anzubieten. Eine solche wäre der Ausbau des Grenette-Parkings.

Ein Ausbau ist aber immer auch mit finanziellen Risiken verbunden. Darum haben es die Eigentümer des Parkhauses weniger eilig als der Gemeinderat. Das Parking gehört der privaten Immobiliengesellschaft IG Grenette – Stadt, Kanton und Kantonalbank sind knapp zur Hälfte beteiligt. Kurz vor Weihnachten nun bestätigte der Verwaltungsrat gegenüber den FN, dass er bereit sei, die Ausbauidee wieder aufzunehmen. Derzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten für eine Machbarkeitsstudie.

Die Stadt hat darum die Teilrevision des Ortsplanes im Bereich des Grenette-Parkings aus den Jahren 2005 und 2009 storniert, wie dem Amtsblatt vom Freitag zu entnehmen ist. Diese bezog sich auf das ursprüngliche Ausbauprojekt. Zudem wird der Gemeinderat demnächst die Umzonung der Waldzone oberhalb des Grabensaals in eine Stadtzone öffentlich auflegen, wie Bauvorsteherin Andrea Burgener (SP) auf Anfrage bekannt gab.