Fussball 13.11.2017

Wintereinbruch kam eine Viertelstunde zu früh

Beim Stande von 1:0 für Düdingen brach der Schiedsrichter das 1.-Liga-Spiel gegen Meyrin wegen unbespielbarem Terrain eine Viertelstunde vor Schluss ab. Davor hatten Helfer 20 Minuten lang versucht, den mit Schnee bedeckten Platz spielbar zu machen.

Bitter für den SC Düdingen, der drauf und dran war, im ersten Spiel der Rückrunde gegen Meyrin endlich den zweiten Saisonsieg einzufahren. Dank einem schönen Treffer des kurz zuvor eingewechselten Elie Dindamba führten die Sensler seit der 71. Minute nicht unverdient mit 1:0 und hatten zu diesem Zeitpunkt auch noch den starken Rückenwind auf ihrer Seite. Dann setzte das von Meteorologen angekündigte Winterwetter ein, und innert wenigen Minuten war der Platz plötzlich unter einer weissen Schnee- und Hageldecke versunken. Dem Unparteiischen blieb keine andere Wahl, als das Spiel bei diesen düsteren Wetterbedingungen zu unterbrechen. Helfer des SCD putzten dann die verschneiten Linien, um die Partie noch zu Ende spielen zu können. Nach einer zwanzigminütigen Pause pfiff der Unparteiische den Match wieder an, obwohl die Verhältnisse auf dem Kunstrasen nicht mehr regulär waren (Rutschgefahr). Prompt verstauchte sich Gästehüter Bojan Grujicic bei einem Auskick den Knöchel, und folgerichtig brach der Schiedsrichter den Match ab. Spielstand hin oder her, die Gesundheit der Spieler hat Vorrang.

Trainer Durret enttäuscht

Seitens der Düdinger und ihrem Trainer Joël Durret war man natürlich über den Abbruch enttäuscht, fehlten dem Team doch nur noch ein paar Minuten bis zu diesem wichtigen Sieg. Eigentlich hätte man laut dem neuen SCD-Coach diesen Match um 13.40 Uhr gar nicht anpfeifen dürfen: «Der böige Wind liess gar kein reguläres Spiel zu. Trotz starkem Gegenwind konnten wir die erste Halbzeit das Spiel ausgeglichen gestalten, und in der zweiten Halbzeit hatten wir nicht nur wegen dem Tor sogar Vorteile.» Weil aber das Terrain bei Spielbeginn noch korrekt und gut bespielbar war, liess man wohl seitens der Unparteiischen beginnen, immerhin waren die Gäste ja aus Genf angereist.

Chancen für mehr Tore hatten übrigens in der 77-minütigen Spielzeit beide, auf Seite des Gastgebers vergaben Christoph Catillaz und Lionel Buntschu nach 22 Minuten eine Doppelmöglichkeit, beim Gast setzte Mittelfeldspieler Drilon Pacarizi nach einer Stunde Spielzeit den Ball aus wenigen Metern allein vor Brenet neben das leere Tor. Meyrin hatte wohl bis zum Abbruch etwas mehr Spielanteile, gefährlicher wirkte aber der SCD bei seinen wenigen Kontern. Überhaupt zeigten die Düdinger diesmal eine defensiv beherzte Leistung und hatten den technisch versierten Gegner gut im Griff.

Wie geht es weiter?

Nach dem Spielabbruch beorderte der Spielleiter die beiden Trainer in seine Kabine und erläuterte ihnen, was nun passiere. Er wird zuhanden der 1.-Liga-Kommission einen Rapport schreiben, aufgrund dessen die Liga dann entscheidet, wie der abgebrochene Match gewertet wird. Normalerweise kommt es in solchen Fällen zu einem Wiederholungsspiel über die ganzen 90 Minuten, was natürlich den Freiburgern nicht unbedingt gelegen käme. Ob dieses Wiederholungsspiel noch vor der Winterpause ausgetragen wird, ist bei den angekündigten Wetterkapriolen jedoch unsicher.

Telegramm

Düdingen - Meyrin abgebrochen

Birchhölzli. – 300 Zuschauer. – SR: Odiet. Tore: 71. Dindamba 1:0. 77. abgebrochen.

SC Düdingen: Brenet; Suter, Corovic, Hofer, Marmier; Iseni, Piller; Diarra, Buntschu (77. Melo); Catillaz (66. Dindamba); Ndiaye.

Meyrin FC: Grujicic; Howard, Buchs, Rezzonico, Dembele; De Freitas, Diallo (73. Kituka); Dia, Pacarizi, Tsimba; Moussilou.