Fussball 20.03.2017

Der FC Freiburg im Cup ausgeschieden

Der FC Freiburg spielt nächste Saison nicht im Schweizer Cup. Beim aktuellen 1.-Liga-Leader der Gruppe 1, Stade Lausanne, blieb der FCF in der letzten Qualifikationsrunde erwartungsgemäss chancenlos und kassierte eine happige Niederlage.

Der Fokus des FC Freiburg liegt derzeit selbstverständlich klar auf der Meisterschaft, wo der Stadtclub gegen den Abstieg kämpf. Das Cupspiel vom Samstag bei Stade Lausanne war so gesehen eine nette Abwechslung, um noch mehr in den Rhythmus zu kommen. So hätte es zumindest sein können. Doch das Unterfangen, Moral für die nächsten Partien zu tanken, ist klar gescheitert. Im Gegenteil: Freiburg muss nun eine 1:5-Schlappe wegstecken, und der Trainer muss das Team für das Meisterschaftsspiel am Mittwoch gegen Carouge wieder auf Vordermann bringen.

Auf dem Platz des ES Malley bei Dauerregen war Stade Lausanne in der letzten Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup der Saison 2017/18 spielerisch eine Klasse besser, Freiburg wurde zeitweise vorgeführt. Keine guten Aussichten für die nächsten wichtigen Partien. Freiburg wird sich deutlich steigern müssen, um in der Meisterschaft die so wichtigen Punkte zu holen.

Vorne und hinten überfordert

Zu Beginn war die Partie eigentlich noch recht ausgeglichen, der FCF spielte gefällig und gut mit. Dies währte aber nicht allzu lange, nämlich nur bis zu den ersten Gegentreffern. Nach zwanzig Minuten war es schon so weit, als Tshitumba mit einem Lob unter die Latte traf. Hingegen hatte man beim zweiten Gegentor Pech, denn dem Foul durch Torwart Ummel, das zum Elfmeter führte, war ein klares Offside vorausgegangen. Kurz vor der Pause dann eine klare Chance für die Gäste; doch Luis Rodrigues traf das Gehäuse aus guter Position nicht

Bei Stade Lausanne lief vieles über Ahmed Mejri – der in der 1. Liga Promotion eine Saison beim FCF gespielt hatte –, ein wahrer Spielmacher, der das Spiel bei Bedarf beruhigt oder aber schnell macht. Genau ein solcher Spielertyp fehlt beim FCF. Dieser wehrte sich in der zweiten Hälfte, so gut es ging, doch mit der Zeit zeigte auch die Abwehr viele Schwächen, so dass die Mannschaft von Trainer Binotto recht einfach zu weiteren drei Treffern kam. Wenigstens gelang Vedad Efendic nach einem guten Angriff mit einem Flachschuss in die Ecke der Ehrentreffer – mehr lag aber nicht drin. Freiburg muss sich nach dieser Schlappe schnell wieder fassen, denn ab sofort geht es wieder um das nackte Überleben.

Telegramm

Stade Lausanne - Freiburg 5:1 (2:0)

Bois Gentil – 150 Zuschauer – SR: Michael Huber. Tore: 20. Tshitumba 1:0, 30. Kok 2:0 (Foulpenalty), 56. Tebib 3:0, 66. Tshitumba 4:0, 68. Efendic 4:1, 75. Mejri 5:1

Stade Lausanne: Matos; Danner, Geiser, Fungilo, Rego; Tshitumba, Gomis (62. De Groot), Mejri, Soos (70. Luwawa); Tebib, Kok.

FC Freiburg: Ummel; Déglise, Kanté, Bize, Nucera; Sdiri (65. Nzinga), Rodrigues (76. Gachoud), Efendic, Ndarugendamwo; Luis Fernando (76. Janjic), Lambin.

Bemerkungen: Freiburg ohne Cerita und Uka (verletzt) sowie ohne Tchaolé (gesperrt), Verwarnung an Déglise.