Fussball 20.03.2017

Bösingen gut – aber nicht gut genug

Bösingens Marc Meier (Mitte) und seine Mitspieler verbleiben bei drei Punkten.
Zum Auftakt der Rückrunde der 2. Liga hielt Schlusslicht Bösingen eine Stunde lang gut mit Leader Romont mit. Am Ende standen die Sensler nach der 0:3-Heimniederlage dennoch wieder mit leeren Händen da.

Die Forderung von Bösingens Trainer Alain Baumann nach mehr Stabilität in der Verteidigung haben seine Leute am Samstag im Startspiel zur Rückrunde erfüllt. Die gesamte Hintermannschaft um Torhüter Andy Reinhardt spielte äusserst diszipliniert und gestand dem soliden Tabellenführer überraschend wenig Spielraum zu. Diese Spielweise ging aber eindeutig auf das Konto des Angriffs, der dadurch kaum mit brauchbaren Bällen versorgt werden konnte und während des ganzen Spiels mehr oder weniger in der Luft hing. Daher wickelte sich das Geschehen vorwiegend in der Platzhälfte der Sensler ab.

Überragender Carmona

Dass das Führungstor der Gäste durch einen stehenden Ball zustande kam, spricht auch für die ausgezeichnete Verteidigungsarbeit der Einheimischen. Am verdienten Sieg der Gäste aus dem Glanebezirk gibt es aber trotzdem nichts zu rütteln. Romont war für den Liganeuling schlicht zu stark. Mit Leandro Carmona hatten die Gäste zudem den besten Mann in ihren Reihen, der praktisch allein für die Entscheidung besorgt war. Zwei Tore erzielte er selber und beim dritten Treffer servierte er den Ball pfannenfertig auf den Schlappen von Loic Chatagny.

Trotz des heftigen Gegenwindes ergriff Romont gleich zu Beginn das Spieldiktat und schnürte die Einheimischen in deren Platzhälfte ein. Rafael Gutknecht vermochte nach vier Minuten den einschussbereiten Tanfoltchan Quattara gerade noch am Torschuss zu hindern. Hinter den beiden Sturmspitzen Quattara und Loic Chatagny zog Leandro Carmona mit Übersicht und Technik die Fäden und brachte die beiden mit präzisen Zuspielen in aussichtsreiche Positionen. Nach einer Viertelstunde führte ein Regelverstoss an Chata­gny, hart an der Strafraumgrenze, zu einem Freistoss, den Carmona für Torhüter Reinhardt unhaltbar ins Lattenkreuz zirkelte. Kurz vor Halbzeit kamen die Sensler ihrerseits nach einem Foul an Marc Meier zur bis dahin einzigen Möglichkeit. Diese Ausgleichschance wurde aber zu überhastet und etwas leichtfertig vergeben.

Effizientes Romont

Zu Beginn der zweiten Halbzeit vermochte Bösingen das Geschehen etwas ausgeglichener zu gestalten. Zu mehr reichte es aber nicht. Ganz im Gegenteil, in der Schlussphase sorgte Loic Chatagny, nach Zuspiel von Carmona, für klare Verhältnisse, und zehn Minuten vor Schluss krönte Carmona mit einem Weitschuss seine ausgezeichnete Leistung mit dem dritten Treffer. Auch wenn es diesmal für die Sensler noch nicht zum Punktegewinn reichte, ein Lichtblick für die kommenden Spiele war es allemal. Trotz der Niederlage war Trainer Alain Baumann mit der Leistung seiner Leute zufrieden. «Aus fünf Chancen macht Romont drei Tore. Diese Effizienz machte in diesem Spiel den Unterschied.»

Telegramm

Bösingen - Romont 0:3 (0:1)

Sportanlage; 110 Zuschauer; SR Lionel Go thuey; Tore: 15. Carmona 0:1, 68. Chatagny 0:2, 81. Carmona 0:3.

FC Bösingen: Reinhard; Brügger, Gutknecht, Michael Bucheli (49. Matthias Bächler), Michael Bächler; Baumann (74. Stettler), Mosimann, Klaus, Meier; Thomi, Müller.

FC Romont: Perler; Traore, Kolly, Valente, Baptiste Raemy; Martino (64. Norman Raemy), Carmona, Cotting, Rey; Chatagny (87. Sery), Quattara (84. Decrind).