Eishockey 14.03.2017

Wenigstens das Heimrecht im Playout-Final

Seit Samstag ist klar, dass Gottéron in den Playout-Final gegen Ambri muss. Offen ist einzig noch, ob Freiburg in dieser Serie das Heimrecht hat. Drei Punkte in den verbleibenden drei Spielen der Platzierungsrunde sind dafür im schlechtesten Fall nötig.

Was sich seit Wochen abgezeichnet hatte, ist seit dem letzten Samstag und der 0:1-Heimniederlage gegen die SCL Tigers Tatsache: Gottéron trifft ab nächsten Dienstag im Playout-Final in einer Best-of-7-Serie auf Ambri-Piotta. Auch wenn im Lager der Freiburger ja geradezu mantraartig darauf beharrt wurde, dass man bis zuletzt an den rettenden zehnten Platz glaube, ist die Moral im Team im Wissen um das Los nicht vollends im Keller. Die Stimmung im gestrigen Training war jedenfalls gut, tiefe Frustration war keine auszumachen. Die Köpfe hängen zu lassen würde die Situation auch nicht besser machen, liess sich ein Spieler zitieren, womit er sicherlich nicht ganz unrecht hatte. Und auch Trainer Larry Huras gab zu verstehen, dass bereits seit geraumer Zeit die Vorbereitung für den Playout-Final begonnen habe, «wobei ich lieber von unseren ganz eigenen Playoffs als von Playouts spreche».

Den Rhythmus halten

Doch bevor es in einer Woche mit der Serie gegen die Tessiner losgeht, stehen noch drei Spiele in der Platzierungsrunde auf dem Programm. Heute in Langnau, am Donnerstag zu Hause gegen Kloten und am Samstag in Ambri geht es für Gotté­ron einzig noch darum, sich das Heimrecht für den Playout-Final zu sichern. Bei einer besseren Bilanz in den Direktbegegnungen und aktuell sechs Zählern Vorsprung reichen den Freiburgern im schlechtesten Fall drei Punkte, um am Dienstag mit einem Heimspiel gegen Ambri die Serie der Ängste starten zu können. «Wir wollen unseren Vorsprung auf Ambri halten», sagt Huras, der davor warnt, es in den drei verbleibenden Partien schleifen zu lassen. «Wir müssen Vollgas geben, schliesslich geht es auch darum, den Rhythmus zu behalten.»

Gleichwohl seien in der Aufstellung kleine Veränderungen zu erwarten, erklärt der Kanadier. Spätestens wenn das Heimrecht gesichert ist, dürften Schlüsselspieler zumindest ein Spiel aussetzen. Wie sehr eine Verletzung bei den besten Kräften gefürchtet wird, zeigte sich gestern, als Julien Sprunger im Gesicht getroffen wurde. Sofort eilten Teamkollegen und Trainer herbei, um nach dem Befinden des Captains zu schauen. Der Schreck war glücklicherweise grösser als der Schaden. Sprunger trug nicht mehr als eine dicke Lippe davon.

Wahrscheinlich ist, dass heute gegen die Tigers Ersatzgoalie Dennis Saikkonen zum Einsatz kommen wird. In die Aufstellung zurückkehren wird sicherlich der am Samstag überzählige Verteidiger Lorenz Kienzle. Zuschauen müssen Ryan Vesce, Daniel Steiner, Benjamin Chavaillaz sowie Mathieu Maret.

Bykow wieder auf dem Eis

Gut gelaunter Beobachter des gestrigen Trainings war im Übrigen Andrei Bykow. Der so schmerzlich vermisste Center stand vor dem Mannschaftstraining auf dem Eis, wo er vom ebenfalls nach einer Gehirnerschütterung rekonvaleszenten Michaël Loichat bei spezifischen Übungen unterstützt wurde, um anschliessend ein paar Pässe zu spielen und die Scheibe aufs Tor zu schiessen. Eine Rückkehr Bykows vor Ende Saison scheint nicht mehr völlig ausgeschlossen. Gleiches gilt für Flavio Schmutz, der an einer Wadenbeinverletzung laboriert. «Ich hoffe es nicht», sagt der Stürmer gleichwohl auf die Frage, ob er diese Saison nochmals spielen werde. Der Grund liegt auf der Hand: Sollte Schmutz zurückkehren, wäre es frühestens für das Horror-Szenario der Liga-Qualifikation…

Heute in Langnau

Huras erwartet eine Reaktion

Am Samstag unterlag Gottéron den SCL Tigers zu Hause mit 0:1. Eine Niederlage, die Trainer Huras sauer aufgestossen war. «Wir alle waren frustriert in Anbetracht unserer Leistung.» Heute beim «Rückspiel» in Langnau erwarte er eine Reaktion seines Teams – und Punkte, um sich vorzeitig das Heimrecht für den Playout-Final zu sichern.

fs

Ambri-Piotta - Kloten 19.45

SCL Tigers - Gottéron 19.45

* bleibt in der NLA + im Playout-Final