Eishockey 08.09.2017

Von der Tribüne ins erste Verteidigerpaar

Ein Trainerwechsel ist immer auch ein Neustart für die Spiele, weil die Karten neu gemischt werden. Bei Gottéron gilt dies insbesondere für Verteidiger Benjamin Chavaillaz, der letzte Saison wenig spielte.

Letzte Saison war Benjamin Chavaillaz im Kader von Gottéron ein Nonvaleur. Der 28-jährige Waadtländer erhielt nur wenig Eiszeit und war teilweise sogar überzählig. Irgendwie bezeichnend für sein Standing innerhalb der Verteidigerhierarchie war, als er bei einem Auswärtsspiel in Genf die Rolle des Ersatzgoalies übernehmen musste, nachdem Dennis Saikkonen krankheitshalber kurzfristig passen musste.

Vertrauen wichtig

«Ich spreche nicht gerne über die letzte Saison, aber natürlich nutze ich die Erfahrungen, um es dieses Jahr besser zu machen», sagt der 1,88 Meter grosse Modellathlet. Mit einer neuen Saison beginne alles wieder bei null – umso mehr, als, wie bei Gottéron mit Mark French für Larry Huras, ein Wechsel auf der Trainerbank stattgefunden habe. Zumindest nach der Vorbereitung ist Chavaillaz einer der Gewinner dieses Trainerwechsels. Statt als Lückenbüsser beginnt er die Meisterschaft an der Seite des Norwegers Jonas Holos. «Mit einem solch erfahrenen und reifen Spieler auf dem Eis stehen zu können, ist fantastisch.» Er spüre das Vertrauen von French. Etwas, das ihm zuletzt unter Huras gefehlt habe. «Für mich persönlich ist das sehr wichtig. Wenn du mit freiem Kopf spielen kannst, ist dein Niveau automatisch besser.»

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Kompakt stehen

Seine persönliche Situation sei jedoch nicht das Wichtigste, lässt Chavaillaz dieses Thema schnell hinter sich. «Viel wichtiger ist, dass wir als Mannschaft bereit sind für das erste Bully. Dann ist es egal, wer mit wem zusammen spielt.» Jeder kenne das von French installierte System und wisse, was auf dem Eis zu tun sei. «Primär geht es darum, dass alle fünf Feldspieler kompakt stehen, sich gegenseitig unterstützen und aggressiv zu Werke gehen. Unsere Defensive wird definitiv besser sein als noch in der letzten Saison», verspricht Gottérons Nummer 3.

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«Mit dem Messer zwischen den Zähnen»

Dass dem tatsächlich so sein wird, können Chavaillaz und Co. heute Abend gegen Servette ein erstes Mal beweisen. «Mit einem Derby zu beginnen, ist immer gut. Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht. Wir werden mit dem Messer zwischen den Zähnen in das Spiel gegen Servette gehen.»